Schüler tun Gutes. Im Rahmen eines Schulprojektes haben die Achtklässler der Werner-Kirchhofer-Realschule jetzt den Bad Säckinger Tafelladen besucht. Doch sie kamen nicht etwa mit leeren Händen. Zuvor haben die Schüler einen Kuchenverkauf organisiert und mit dem Erlös Waren gekauft, die sie jetzt der Bad Säckinger Tafel gespendet haben.

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„Es ist traurig, dass Deutschland die Tafeln braucht“, so Hans-Peter Karrer, ein ehrenamtlicher Mitarbeiter des Bad Säckinger Tafelladens, bei der Begrüßung der Schüler. „Denn Deutschland ist ein reiches Land“. Das ursprüngliche Ziel, dass zur Gründung der heute 2000 Tafeln in ganz Deutschland geführt war, gegen die Lebensmittelverschwendung vorzugehen. „Statt die Ware wegzuwerfen, sollte sie günstiger an die Bevölkerung ausgegeben werden“, erklärt Bernhard Gampp vom Caritasverband Hochrhein und zuständig für die Tafeln in der Region.

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„Dass es einmal solche Auswüchse hat, hätte niemand gedacht“, so Gampp weiter. Heute ist es die Altersarmut, dass immer mehr Rentner in der Tafel einkaufen. Denn inzwischen ist es so, dass das Einkommen und die Rente mit der Teuerung nicht mehr mithalten können. „Und das wird noch zunehmen“, befürchtet Bernhard Gampp. Doch die Tafelkunden sind dankbar über die Existenz solcher Einrichtungen. „Wir haben unsere Tafelkunden abgefragt und sie sind froh, dass es die Tafel gibt“, so Bernhard Gampp weiter. Denn nur so seien sie in der Lage, Geld zu sparen und sogar kleine Geschenke zu machen.

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