Der Schlosspark mit der Konzertmuschel bot am Samstagabend ein ideales Ambiente und perfekte Akustik für das Chorfestival mit sechs Chören des Chorverbandes Hochrhein. Und das Wetter hatte sich mit dem Motto „Sommer und Lieder“ hervorragend abgestimmt – denn das drohende Gewitter verzog sich, zwei Stunden vor Konzertbeginn, diskret in die Schweiz. Deshalb: strahlend blauer Himmel zum Beginn und sternenklar bis zum Schluss.

Jeder Chor hatte 20 Minuten Zeit für seinen Auftritt, gerade genug für jeweils vier Liedvorträge. Und so bekamen die Besucher im nahezu voll besetzten Konzertareal ein breitgefächertes, kontrastreiches Konzertprogramm mit Oldies und und Goldies sowie swingendem Rock und Pop geboten. Kurzum – für jeden Liedgeschmack war im zweieinhalbsstündigen Chorfestival etwas dabei. Man habe mit Absicht kein übliches Konzertprogramm verteilt, die Liedvorträge sollen überraschen, meinte Josef Vogt, einstiger Präsident und danach Ehrenpräsident des Chorverbandes Hochrhein in seiner Begrüßung des Auditoriums. „Das Chorfestival findet übrigens in diesem Jahr bereits zum zehnten Male statt“, sagte Vogt noch.

Der Chor Binzgen präsentierte sich mit einem schwungvollem Liedprogramm.
Der Chor Binzgen präsentierte sich mit einem schwungvollem Liedprogramm. | Bild: Ernst Brugger

Begleitet von Dirigentin Claudia Moser am Piano richtete zum Auftakt der Gemischte Chor Rickenbach mit „Grüß euch Gott alle miteinander“ einen weiteren Willkomensgruß an die Konzertbesucher. Es folgte der Folksong „Halleluja“, nach einer britischen Rangliste angeblich das beste Lied aller Zeiten. Der Kinder-Jugend-Elternchor Binzgen, der sich jetzt schlicht Chor Binzgen nennt, präsentierte sich, unter der Leitung von Christine Böhler, friedlich mit „I‘m Longing For Your Peace“ und verabschiedete sich fröhlich und ausgesprochen schwungvoll „With A Smile“.

Auch S‘Chörle aus Rickenbach bot mit musikalischer Vielfalt einen bunten Liederstrauß.
Auch S‘Chörle aus Rickenbach bot mit musikalischer Vielfalt einen bunten Liederstrauß. | Bild: Ernst Brugger

Der Chor Camerata Hotzenwalda aus Rickenbach zeigte sich charmant und galant zu seiner Dirigentin Claudia Moser und den weiblichen Besuchern mit „Ich küsse Ihre Hand Madam“ um dann a la Comedian Harmonists allen „Wochenend und Sonneschein“ zu wünschen. Eine Hommage an alle Komponisten widmete S‘Chörle aus Rickenbach, dirigiert von Martin Angell, mit „Thank You For The Music“. Mit „Ob-La-Di, Ob-La-Da“ (es kommt, wie es kommt), ein Song der Beatles, aus einem nigerianischen Spruch abgeleitet, führten das Ensemble dann auf den schwarzen Kontinent.

Der Rock- und Popchor Prosäcko aus Bad Säckingen, unter der Leitung von Irina Flato-Schiefer, präsentierte sich anschließend wie gewohnt mit einem spritzigen und fetzigen Liedprogramm. Der powervolle Chor begeisterte einmal mehr mit seinem gewaltigen Stimmenvolumen, was die Besucher mit donnerndem Applaus honorierten. Zum Abschluss entführte der Projektchor der Männerchöre Wehr und Rickenbach, dirigiert von Claudia Moser, die Besucher mit „Wiener Walzerklänge“in die Metropole „An der schönen blauen Donau“. Und mit dem legendären „Radezky Marsch“ von Johann Strauss (Vater), setzte der Projektchor ein schwungvolles Finale unter ein abwechslungsreiches und hörenswertes Chorkonzert.

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