Bad Säckingen Kleinkunst bekommt in Bad Säckingen eine neue Bühne

Die Erwin-Himmelseher-Stiftung hat ein neues Konzept in der Golfwelt Hochrhein erarbeitet. In Kooperation mit dem Gloria-Theater wird Kleinkunst auf der Bühne im Wildlife-Museum geboten. Erste Aufführung: "Romeo und Julia" am 1. Dezember.

Die Stadt bekommt eine künstlerische Erweiterung. Probehalber und erst einmal vorläufig kooperiert die Golfwelt Hochrhein mit den Machern um Jochen Frank Schmidt vom Gloria-Theater. Günther Nufer hat mit der Erwin-Himmelseher-Stiftung ein neues Konzept in den Obersäckinger Räumlichkeiten entwickelt und sieht beste Chance für die Kleinkunst. Start wird der 1. Dezember sein und gleich mit einem künstlerischen Hochkaräter; Bernd Lafrenz gastiert mit Romeo und Julia in der Trompeterstadt.

"Da kommt was Neues" mit neuer Bühne und neuem Format für die Stadt, so Altbürgermeister Nufer in einem Pressegespräch am Montagmorgen. Kleinkunst am Hochrhein und Nischenkunst habe zwar schon vereinzelt ihren Platz gefunden, attestiert Schmidt gleich dazu. Die Inszenierungen sind mit den umliegenden Betreibern von Kleinkunstbühnen und Spartenvereinen abgesprochen. Nur, da stehen andere künstlerische Projekte und Produkte im Vordergrund. Schmidt selber hatte schon im Gloria Jazz angeboten, "zu groß für den hiesigen Markt, selbst mit den Granden Paul Kuhn war da nichts zu reißen". Auch einstmalige Bestrebungen für die Etablierung von Kleinkunst im Kursaal durch die verflossene Tourismus GmbH verliefen im Sande. "Die Räumlichkeiten sind es" so Nufer und Schmidt, die nicht ganz so groß sein dürfen.

Günter Nufer von der Erwin-Himmelseher-Stiftung (links) und Jochen Frank Schmidt vom Gloria Theater wagen Neuland: In den Räumlichkeiten des Wildlife-Museums ist eine Kleinkunstbühne machbar. Am 1. Dezember geht es mit dem Solokünstler Bernd Lafrenz los.
Günter Nufer von der Erwin-Himmelseher-Stiftung (links) und Jochen Frank Schmidt vom Gloria Theater wagen Neuland: In den Räumlichkeiten des Wildlife-Museums ist eine Kleinkunstbühne machbar. Am 1. Dezember geht es mit dem Solokünstler Bernd Lafrenz los.

Maximal 100 Plätze werde die neu gestaltete Theaterbühne im Wildlife-Museum bieten können, gerade so viel, wie in anderen Städten sich als praktikabel herausgestellt haben. Die Professionalisierung mit Schmidt im künstlerischen Metier kann gelingen, da sind sich Beide schon mal sicher. Nur die kaufmännische Vorsicht leitet beide Macher erst einmal zu verhaltenem Optimismus an. "Livesektor und Kulturbereich sind Sensibelchen" gaben Nufer und Schmidt unisono wider.

Der Hochrhein ist in der Kulturszene noch entwickelbar, so eine weitere Einschätzung der Partner. Schon alleine deshalb sehen beide vorerst von einer Kulturreihe ab. Beim Gloria melden sich die Agenten, "wenn sich der Spielort etabliert hat diese Kulturszene eine Perspektive am Hochrhein", da ist sich Gloria-Betreiber Schmidt sicher. Nufer bleibt da eher verhalten optimistisch, "eine Abstimmung mit den Füßen, richtet sich auch gegen das Fernsehen". Vorerst ziehen dabei nur die Besten. Lafrenz sei so ein Künstler. Im ganzen deutschsprachigen Raum habe die Performance des Solo-Comediens ihre Fans. Die Shakespeare-Solo-Programme als Maskentheater sind eine Lafrenzsche Erfindung. Dafür müsse nun nicht mehr nach Zürich, Basel oder Freiburg gefahren werden. Bad Säckingen hat somit eine weitere künstlerische Chance mit einer neuen Spielstätte für Kleinkunst.

Die Bühne und Räumlichkeiten inspizieren Jochen Frank Schmidt vom Gloria Theater und Günter Nufer als Geschäftsführer der Golfwelt Hochrhein. Der erste künstlerische Auftritt folgt am 1. Dezember.
Die Bühne und Räumlichkeiten inspizieren Jochen Frank Schmidt vom Gloria Theater und Günter Nufer als Geschäftsführer der Golfwelt Hochrhein. Der erste künstlerische Auftritt folgt am 1. Dezember.

Die Stiftung

Die Erwin-Himmelseher-Stiftung trat bisher als Förderer des Sports und der Jägerei in Erscheinung. Mit Stiftungspräsident Günther Nufer wird nun Kunst einbezogen. Als Gastgeber wird am 1. Dezember eine Veranstaltungspremiere in der Golfwelt Hochrhein mit Bernd Lafrenz und dem Shakespeareschen Solo-Programm „Romeo und Julia“ gegeben. Karten für 25 Euro sind an den üblichen Vorverkaufsstellen erhältlich. Schulklassen können sich bei Interesse beim Gloria-Theater melden, Vorzugspreis von 19 Euro.

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