Wie wünschen sich die Bürger von Bad Säckingen ihre Stadt? Die Stadtverwaltung möchte mit den Bürgern in den Dialog treten, um genau diese Frage zu erörtern. Am Samstag, 27. Juli, werden deshalb alle interessierten Bürger ab 9 Uhr in den Kursaal eingeladen.

Bürgermeister hofft auf große Beteiligung

Im Rahmen eines begleiteten Prozesses, soll in einer Gemeinschaftsarbeit Visionen und Zielsetzungen erarbeitet werden, wo die Stadt Bad Säckingen im Jahr 2035 stehen soll. „Wir hoffen darauf, dass recht viele Bürger in den Kursaal kommen“, hofft Bürgermeister Alexander Guhl, der sich einen Querschnitt der Bürger wünscht.

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Der Hintergrund ist, dass die Stadt im Städtebauförderprogramm aufgenommen werden möchte und eine Bedingung ist die Erarbeitung eines Leitbilds für die Stadt Bad Säckingen.

Von Gesundheitscampus bis Bahnhofsareal

Aktuell sieht sich die Stadt Bad Säckingen großen Herausforderungen gegenüber. Es geht darum, mehr Wohnraum zu schaffen, den Gesundheitscampus auf die Beine zu stellen oder die Umgestaltung des Bahnhosfareals.

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Dafür soll im kommenden Jahr ein Antrag auf Städtebauförderung beim Land gestellt werden, was die Erarbeitung eines gesamtstädtischen Entwicklungskonzeptes voraussetzt. So machte sich die von der Stadt beauftragte Arbeitsgemeinschaft „Komm...zept“ mit Diplom-Ingenieur für Agrar und Umwelt, Frank Leichsenring an der Spitze, an eine Bestandsaufnahme.

Wo drückt der Schuh am meisten?

„Wir haben die Stärken und Schwächen in den wichtigsten Lebensbereichen ermittelt und welche Chancen oder Risiken sich daraus ergeben“, erklärt Leichsenring in einem Pressegespräch gemeinsam mit Bürgermeister Alexander Guhl und Elisabeth Vogt, vom Amt für Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing.

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Diese Bestandsaufnahme ist jetzt abgeschlossen und die Ergebnisse sollen jetzt sowohl den Bürgern von Bad Säckingen, als auch dem Gemeinderat vorgestellt werden. „Eigentlich wollten wir das schon viel früher erledigen“, erklärt Bürgermeister Guhl.

Doch wegen der Kommunalwahlen und auch der bevorstehenden Bürgermeisterwahl, fiel die Entscheidung, den Prozess bis zum Jahresende zu verschieben. „Doch der Bürgerdialog soll jetzt durchgeführt werden“, erklärt Frank Leichsenring.

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Denn die daraus erarbeiteten Vorschläge sollen im Rahmen einer Klausurtagung mit dem Gemeinderat erörtert werden. „Wir wollen dem Gemeinderat Ziele geben und den Haushalt gezielt nach politischen Prioritäten steuern“, erklärt der Bürgermeister.

Ziel ist auch mehr Jugendbeteiligung

Die Jugendlichen sollen in einem weiteren Dialog gezielt angesprochen werden. „Die Zukunft funktioniert nur mit der Jugend“, ist Leichsenring der Meinung. Darum werden sich die Verantwortlichen in einer Jugendeinrichtung mit den Jugendlichen der Stadt treffen und ebenfalls einen Dialog erarbeiten, was die Wünsche der Jugendlichen an ihre Stadt sind.

„Wir wollen zeigen, dass die Jugend wichtig ist und dass wir eben nicht – wie die Meinung vieler ist – nur etwas für die älteren Menschen in der Stadt tun“, so Guhl.