Als sichtbares Zeichen der Verbundenheit zur japanischen Partnerstadt Nagai soll im Teich des Berberich-Parks ein sogenanntes "Torii" errichtet werden. Das hat der Sozial- und Kulturausschuss mehrheitlich beschlossen.

Obwohl die japanische Torkonstruktion von dem in Bad Säckingen lebenden Kunsthandwerker Robin Heckmann unentgeltlich als Dauerleihgabe zur Verfügung gestellt wird und sich die Kosten für Befestigung (1800 Euro), Lackierung (1000 Euro) und gärtnerische Gestaltung des Uferbereichs (500 Euro) im überschaubaren Rahmen bewegen, taten sich etliche Mitglieder des Gremiums schwer mit der Entscheidung. Diese wurde letztlich mit fünf Ja-Stimmen und vier Enthaltungen getroffen.

Das Torii, eine Konstruktion, wie sie in Japan als Zugang für Heiligtümer verwendet wird, soll laut dem Künstler "schlank und elegant" etwa zehn Meter vom östlichen Ufer entfernt errichtet werden.

Es ist aus Holz gefertigt, drei Meter hoch und fünf Meter breit und soll an die 20 Jahre Bestand haben, wie Heckmann weiter ausführt. Im Uferbereich soll die Anlage mit zwei Findlingen und zwei japanischen Ahornbäumen ergänzt werden.

Ein Kunstwerk mit Symbolcharakter

Wie der Präsident der Deutsch-Japanischen Gesellschaft, Peter Haußmann, erklärte, stünde ein solches Zeichen Bad Säckingen gut zu Gesicht: "In Nagai wurde vor sechs Jahren anlässlich des 30-jährigen Verschwisterungsjubiläums eine Trompeterstehle errichtet. Hier gibt es so etwas bislang noch nicht."

Dennoch hatte der Ausschuss Mühe mit der Entscheidung. Frank van Veen (SPD) mahnte etwa auch als Vorsitzender des Kunstvereins Hochrhein an, dass die unmittelbar dahinter liegende Grafitiwand nicht beeinträchtigt oder gar abgerissen werden dürfe. Ruth Cremer-Ricken (Grüne) wollte derweil keine Entscheidung treffen, ohne genaue Details gesehen zu haben.

Die Mehrheit stimmte dem Vorhaben dennoch zu. Errichtet werden soll das Torii voraussichtlich Ende August im Rahmen einer öffentlichen Feier.

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