Die Stadt Bad Säckingen will eine Radkultur in der Stadt etablieren. Ein großes Ziel, dem der Umweltbeauftragte der Stadt, Ralf Däubler, Schritt für Schritt näherkommen möchte. Dazu gehört auch, dass den Bürgern und Touristen Angebote gemacht werden, um von vier auf zwei Rädern umzusteigen. Neueste Errungenschaft dabei sind fünf sogenannte Rad-Service-Punkte, an denen Radler ihren Drahtesel im Fall der Fälle reparieren und auch Luft tanken können. Pünktlich vor Beginn der Aktion „Stadtradeln“ wurden die Stationen am Donnerstag vorgestellt.
 

Die Rad-Service-Punkte haben es in sich. In ihnen verbergen sich kleine Wertstätten.
Die Rad-Service-Punkte haben es in sich. In ihnen verbergen sich kleine Wertstätten. | Bild: Jörn Kerckhoff

Kleinere Pannen gibt es ja immer mal wieder. Oder man stellt fest, dass zu wenig Luft in den Reifen ist. Nicht immer hat man aber Werkzeug dabei oder ein Fahrradgeschäft in der Nähe, das einem helfen könnte – schon gar nicht bei der Radtour am Wochenende. Da sollen die Servicestationen künftig weiterhelfen. An denen findet man Schraubenzieher, Inbusschlüssel, Zange und verschiedene andere Werkzeuge, die bei der Reparatur helfen sollen. Alle gut verschlossen und gesichert. Das Rad kann an der Station aufgehängt werden und der Kasten mit den Werkzeugen mit einer Einkaufsmarke, 50 Cent, ein oder zwei Euro entsichert werden. So kommt man an die Werkzeuge, die alle noch mit langen Drahtkabeln gesichert sind, damit sie niemand versehentlich aus lauter Zerstreuung mitnimmt. Beim Fun-Park in Obersäckingen, beim Fahrradständer des Hotels „Goldener Knopf“, beim Bahnhof, am Festplatz und beim Rathaus in Wallbach wurden die fünf Stationen nun aufgestellt.

Mit eben solchen Schritten will die Stadt die Menschen dazu bewegen, öfter mal das Fahrrad statt das Auto zu nutzen. „Viele Wege sind in Bad Säckingen mit dem Rad viel schneller zu erledigen, als mit dem Auto“, weiß Stadtbaumeister Michael Rohrer aus eigener Erfahrung. Er nutze sein Rad das ganze Jahr über und sei damit deutlich flotter und entspannter unterwegs.
 

Stadtbaumeister Michael Rohrer, der Umweltbeauftragte der Stadt Ralf Däubler und der stellvertretende Bürgermeister Wolfgang Lücker (von links) sind schon jetzt Anhänger der Radkultur, deren neueste Errungenschaft fünf Rad-Service-Punkte ist.
Stadtbaumeister Michael Rohrer, der Umweltbeauftragte der Stadt Ralf Däubler und der stellvertretende Bürgermeister Wolfgang Lücker (von links) sind schon jetzt Anhänger der Radkultur, deren neueste Errungenschaft fünf Rad-Service-Punkte ist. | Bild: Jörn Kerckhoff

Das Fahrrad steht bei der Stadt Bad Säckingen das ganze Jahr über im Mittelpunkt, mit ganz verschiedenen Aktionen. „Seit März bis in den Spätsommer sind wir an diesem Thema dran“, so Ralf Däubler. Dies sei auch ein Baustein zum „European Energy Award“ (EEA). Das Thema Mobilität sei einer der Themenbereiche, die in dem Zertifizierungsprozess abgehandelt werden müssen, erläutert Däubler.

Mit einem Vortrag und einer Vorführung zum Thema Spezialfahrräder begann das Jahr des Rades im März. An diesem Samstag beginnt die Aktion Stadtradeln, an der sich die Stadt Bad Säckingen erstmals beteiligt. Drei Wochen lang, bis zum 15. Juli, sollen die Menschen in Bad Säckingen radeln, egal, ob sie zur Arbeit fahren oder die Region als Tourist erkunden. Melden können sich Teams, die aus mindestens zwei Personen bestehen. 141 Personen in 25 Teams hätten sich bereits angemeldet, so Däubler. Jede Gruppe zählt ihre gefahrenen Kilometer und trägt sie im Internet ein. Alle Teilnehmer werden beim Naturparkmarkt des Wallbacher Dorffestes am 22. Juli zum „Radlerbrunch“ eingeladen, die aktivsten Gruppen werden prämiert. Alle Informationen zur Anmeldung und allem anderen gibt es im Internet (www.stadtradeln.de/bad-saeckingen).

Das Fahrrad steht im Jahr seines 200. Geburtstag bei der Stadt Bad Säckingen im Mittelpunkt. Zahlreiche Aktionen finden in diesem Jahr rund um das Rad statt. Am Samstag startet die Aktion „Stadtradeln“, im Vorfeld wurden nun noch fünf Rad-Service-Punkte im Stadtgebiet aufgestellt.