Der Bad Säckinger Altstadtrat Heinz Mau ist im Alter von 91 Jahren gestorben. "16 Jahre lang hat Heinz Mau die Kommunalpolitik maßgeblich mitgeprägt. Er war ein gern gesehener Repräsentant unserer Stadt und wird vor allem als ständiger Sonderbotschafter Bad Säckingens in der österreichischen Partnerstadt Purkersdorf in steter Erinnerung bleiben", erklärte der Bad Säckinger Bürgermeister Alexander Guhl. Mau ist Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande, der großen Verdienstmedaille der Stadt Bad Säckingen und des goldenen Ehrenrings der österreichischen Stadt Purkersdorf. Für seine Verdienste als Mitbegründer der Partnerschaft mit Purkersdorf ernannte dieses Mau zum Ehrenbürger.

Dem Gemeinderat Bad Säckingen gehörte Mau von 1968 bis 1984 an. Das SPD-Mitglied war von 1974 bis zu seinem Ausscheiden zweiter Bürgermeisterstellvertreter. Als langjähriges Mitglied des Kultur- und Sozialausschusses, der Gesellschafterversammlungen der Kurverwaltung, der Tennis-Center Kurverwaltung, der Park-Golf-Rickenbach, der Rheumaklinik, der Stadtwerke sowie des Aufsichtsrats der Stadtwerke und des Beirats der Volkshochschule habe er sich hohes Ansehen erworben. Darüber habe sich Mau intensiv mit Fragen der Vereinsförderung und Kulturpflege beschäftigt und bei zahllosen touristischen Veranstaltungen der Kurverwaltung mitgewirkt.

Mau wurde am 13. September 1924 in Danzig geboren. Nach der Schuls machte er eine Zimmermannslehre. Als Soldat wurde er im Krieg zweimal schwer verwundet. Nach der Rückkehr aus der Gefangenschaft heiratete er 1947 seine spätere Frau Agathe, die drei Kindern das Leben schenkte. Beruflich wechselte Mau zum Zoll und schlug die Beamtenlaufbahn ein. An mehreren Dienststellen war er im Einsatz, ehe er sich für Bad Säckingen entschied. Zuerst versah er an der Holzbrücke seinen Dienst, dann auf der neuen Rheinbrücke. 1986 ging er in den Ruhestand.

Zeitweise gehörte Heinz Mau 31 Vereinen an. Er war Vorsitzender des Sängerkreises. 1962 trat er dem Turnverein bei. Viele Jahre war er Abteilungsleiter, ehe er stellvertretender Vorsitzender und dann Vorsitzender wurde. Die Liste der Vereinstätigkeiten ist lang. So war er auch in der Arbeiterwohlfahrt. Gerne dachte Mau an die Zeit zurück, als er als General des Spielmannszugs mit seiner Mannschaft so manches Fest verschönerte und auch mit der Ranzengarde viele schöne Stunden erlebt hatte.

Zweifellos war die Städtepartnerschaft mit der österreichischen Stadt Purkersdorf ein Meilenstein in Maus Lebensgeschichte. Er gehörte zu den Männern der ersten Stunde, die die freundschaftlichen Bande entwickelten. So galt Heinz Mau vielen Zeitgenossen als der Vater der Partnerschaft mit Purkersdorf.