Die Sanierung des Parkhauses Lohgerbe ist in vollem Gange. Derzeit laufen die Reparaturarbeiten gut und finden im geplanten Zeitrahmen statt, berichten Daniela Hausy und Andreas Spitz vom technischen Service der Stadtwerke. Bereits im März starteten die Sanierungsarbeiten, die voraussichtlich bis Ende Oktober andauern werden. Bis dahin bleibt das Parkhaus weiterhin komplett gesperrt.

Mit Ausweichparkplätzen ist die Stadt derzeit gut bestückt, es gibt bislang keine Probleme. Bei Schulbeginn fallen jedoch die Parkplätze bei beim Scheffelgymnasium und der Anton-Leo-Schule weg.

Die Oberflächenschicht war teilweise so stark abgenutzt, dass der Boden zunehmend glatter wurde und somit eine Gefahr für Fahrzeuge darstellte. Bild: Jessica Lichetzki
Die Oberflächenschicht war teilweise so stark abgenutzt, dass der Boden zunehmend glatter wurde und somit eine Gefahr für Fahrzeuge darstellte. Bild: Jessica Lichetzki | Bild: Lichetzki, Jessica

Trotz der erschwerten Wetterbedingungen dieses Sommers befinden sich die Reparaturarbeiten der rund 300 Parkplätze im geplanten Zeitrahmen. Hitze und Wind machten jedoch nicht nur den Mitarbeitern der Baustelle, sondern auch dem Boden zu schaffen. Bei zu hoher Temperaturen können die einzelnen Schichten der aufgetragenen Oberflächen nicht ordnungsgemäß trocken und damit bearbeitet werden. Dadurch können Wellen auf der Oberfläche des Bodens entstehen. „Wir hatten teilweise Bedenken, dass sich durch das Wetter die Bauarbeiten verzögern werden. Man muss jedoch ein Lob an die Beteiligen aussprechen, die die Arbeiten so gut koordinieren“, so Daniela Hausy. Vor wenigen Tagen wurden vorhandene Schließfächer abgebaut und entfernt. In zwei von zehn Schließfächern befanden sich private Gegenstände, die vorher nicht abgeholt wurden und nun anschließend drei Monate aufbewahrt werden.

Es bleibt finanzieller Spielraum

Nicht nur die Zeitplanung der Sanierung geht auf, sondern auch die finanziellen Berechnungen. Die geplanten 1,3 Millionen Euro ermöglichen sogar finanziellen Spielraum, der für ein Videoüberwachungssystem des Parkhauses genutzt werden soll. Im Fokus der Sanierungsarbeiten stehen derzeit die zweite und dritte Ebene. Dort werden momentan die vorbehandelten Oberflächen aufgebessert, indem verschiedene Lagen geschichtet werden. Geplant ist eine sogenannte Expoidharzbeschichtung, die wasserdampfdurchlässig und rissüberbrückend ist. Diese besondere Art der Beschichtung wird heutzutage aufgrund ihrer Eigenschaften in den meisten Parkhäusern verwendet. „Die einzelnen Parkebenen werden nicht alle zeitgleich saniert, da jede Ebene eine andere Intensität an Schäden aufweist“, erklärt Daniela Hausy.

Rutschgefahr muss beseitigt werden

Besonders die zweite und dritte Parkebene wiesen im Vergleich zur ersten erhöhte Bodenschäden auf. „Wir mussten die Ebenen schon aus Sicherheitgründen sanieren“, so Hausy. Die bisherige Beschichtung war teilweise so stark abgenutzt, dass die Oberfläche eine glatte Struktur aufwies. Laut Andreas Spitz könne dies vor allem bei Nässe für erhöhte Rutschgefahr sorgen.

Wenn die Sanierungsarbeiten im gleichen Tempo fortschreiten, werden diese Ende Oktober oder spätestens Anfang November beendet. „Wir hoffen auf keine Überraschungen, denn bisher sieht alles gut aus“, versichert Daniela Hausy.