Bad Säckingen Golfplatz hat jetzt drei Löcher mehr

Nach gut zehn Jahren Planung, Ringen und Bauzeit ist die Erweiterung der Golfwelt Hochrhein abgeschlossen. Jetzt wurde dies groß gefeiert. 30000 Quadratmeter zusätzliche Fläche stehen Golfern zur Verfügung. Bespielt werden kann die Erweiterung allerdings erst, wenn das Sicherheitsnetz entlang der B34 angebracht ist.

Jetzt fehlen nur noch die Netze entlang der B34, dann kann der erweiterte Golfplatz auch tatsächlich bespielt werden. Zehn lange Jahre hat es gedauert, zahlreiche Hürden mussten überwunden werden, bis die Erweiterung der Golfwelt Hochrhein in Obersäckingen von sechs auf neun Löcher abgeschlossen war. Jetzt wurde die Fertigstellung der Erweiterung groß gefeiert.

Die Gesamtfläche der Erweiterung beträgt rund 30000 Quadratmeter, damit umfasst die Golfwelt Hochrhein nun ein Gebiet von knapp zehn Hektar. Stück für Stück war aus der ehemaligen Industriebrache in Obersäckingen eine Freizeitanlage geworden, mit Golfplatz, Driving Range, Indoor-Spielplatz, Adventure- und Minigolfplatz, Wildlife Museum, Restaurant und Hotel. Am 9. September 2016 erfolgte der Spatenstich für die Erweiterung. Kosten des Projektes: Rund 500000 Euro. Bei Planung und Bau unterstützte der Schweizer Investor Rolf Kasper mit seinem Team um den Golfplatzplaner Christian Affolter vom Golfclub Oberentfelden.

Die Freude, endlich am Ziel angekommen zu sein, war allen Beteiligten deutlich anzumerken. Bürgermeister Alexander Guhl lobte die Zusammenarbeit mit seinem Vorgänger Günther Nufer als Gesellschafter der Golfwelt. „Aus einer Industriebrache ist ein sehr attraktives Freizeitgebiet geworden“, so Guhl. Er bedankte sich bei allen Beteiligten, dass „das Projekt erfolgreich abgeschlossen werden konnte.“ Auch Rolf Kasper zeigte seine Freude, denn Golf sei „ein Sport mit Zukunft. Eine Dreiviertel Million Golfspieler gibt es in Deutschland. Der moderne Golfspieler sei kostenbewusst, teure Clubs hätten es immer schwerer.

Obendrein sei der erweiterte Golfplatz auch für Senioren geeignet. "Wir haben uns das Ziel gesetzt, in den nächsten drei Jahren insgesamt 300 Mitglieder zu haben. Das ist eine große Herausforderung, denn im Umkreis von rund 40 Kilometern gibt es fünf Golfplätze“, so Kasper. Man hoffe, möglichst elf Monate im Jahr auf dem Platz spielen zu können.

„Eine Kiesgrube par excellence“ sei der Platz gewesen, rund 900 Tonnen Steine galt es zu beseitigen, so Christian Affolter. Das jetzige Ergebnis sei "eine geglückte Renaturierung": Greens und Abschlagsplätze des Golfplatzes seien umrahmt von Biotopen und Naturwiesen, in der leuchtend blaue Kornblumen das Auge des Betrachter erfreuen, mit Habitaten für Eidechsen, Schlangen und Schmetterlingen, zwischen Golfplatz und Biberbiotop am Landtenbach. Zwei Fünftel der Fläche sind als Blumenwiese gestaltet, zwei weitere Fünftel werden nicht künstlich gedüngt. Das Areal ist gesäumt von über 2000 heimischen Sträuchern und Hecken, sowie 35 alten Hochstamm-Obstbaumsorten, wie Apfel, Birne und Quitten. Im Herbst sollen weitere 40 Obstbäumen folgen. Die Netze zur Straße hin fehlen noch. Erst wenn diese installiert seien, könne der erste Abschlag erfolgen.

"Um das Spiel interessanter und schwieriger zu gestalten, werden die Löcher alle paar Tage wieder geschlossen und neue Löcher an einer anderen Stelle gebohrt", erzählt Günther Nufer mit einem Augenzwinkern den Gästen.


Die Erweiterung der Golfwelt Hochrhein

  • Die Anlage:Die 2006 in Bad Säckingen in Betrieb genommene Golfanlage hat mit der Erweiterung jetzt neun Bahnen mit einer Gesamtlänge von rund 1600 Metern. Bauzeit der Erweiterung: Neun Monate. Kosten: Rund 500.000 Euro.
  • Die Erweiterung: Erste Planungen für eine Erweiterung des Golfplatzes von sechs auf neun Löcher gab es schon 2007. Doch aufgrund der Lage der Anlage in einem naturschutztechnisch sehr sensiblen Gebiet regte sich Widerstand. Der Golfplatz liegt in einer Grünzäsur, von der Ortsgrenze Obersäckingen bis zum Krebsbach. In einem solchen Bereich sind Baumaßnahmen und auch Sportanlagen bestenfalls eingeschränkt erlaubt. Auch der Wildtierkorridor war Grund für Widerstand gewesen. Und ebenso befürchteten die Gegner, dass die Anlage dem Autobahnbau in die Quere kommen könnte. Widerstand kam insbesondere vom BUND, der 2014 sogar den Petitionsausschuss angerufen hat. Wie schon zuvor der Bau des Golfhotels, sahen auch die Grünen das Vorhaben Golfplatzerweiterung kritisch.
  • Die Golfwelt Hochrhein hat etwa 100 Mitglieder. Um Mitglied zu werden, gibt es verschiedene Varianten des Mitgliedsbeitrages, unter anderem können Aktien erworben werden. Kontakt: Telefon: 07761/93809912, Fax: 07761-9380 9918 E-Mail: info@GolfparkBS.de

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