Im Gloria-Theater in Bad Säckingen ist Halbzeit der Saison 2017/2018. Am Donnerstag zogen Intendant Jochen Frank Schmidt und der kaufmännische Direktor des Gloria-Theaters, Alexander Dieterle, ein erstes Resümee. Der Renner ist das Musical Happy Landing mit über 16 000 verkauften Tickets. Von insgesamt 44 Vorstellungen sind bereits 20 gespielt. Der Ansturm ist ungebrochen, Schmidt und Dieterle könnten es sich durchaus vorstellen, das Musical auch noch über einen längeren Zeitraum in den Spielplan mit aufzunehmen. Mit den Zuschauerzahlen der Gastspiele zeigen sich die Gloria-Betreiber nicht hundertprozentig zufrieden, nicht immer waren alle Veranstaltungen ausverkauft.

Jochen Frank Schmidt und Alexander Dieterle können den Erfolg des Musicals manchmal selbst nicht fassen: "Die Stimmung ist hervorragend, alle 20 Vorstellungen wurden in Erstbesetzung gespielt, niemand war krank". Die Show hat sich nochmals verändert, das Licht wurde verbessert, hier und da an Bühnenbild und Kostümen ergänzt. Die Musik zum Musical kommt gut an, die CD, als besonderen Gag einer Schallplatte nachempfunden, verkauft sich gut. Am Samstagmorgen fährt das ganze Team an den Stuttgarter Flughafen, möchte dort einen Flashmob organisieren: Die Musicaldarsteller mischen sich unter die Passanten und werden unvermittelt beginnen zu tanzen und zu singen. Damit erhofft man sich nicht nur große Wirkung in den sozialen Netzwerken, sondern auch einen höheren überregionalen Bekanntheitsgrad.

Dass die Preiserhöhung für die Abo-Reihe des BZ-Theaterrings nicht ohne Verluste einherging, sei eine bittere Pille, so Schmidt und Dieterle, aber "Kultur gibt es eben nicht zum Discountpreis. Erstaunliches hat die Umfrage ergeben, was beim Theaterring keinesfalls fehlen dürfe: Musicals. Auch ist mehr Schauspiel gewünscht worden", erklären Schmidt und Dieterle. Während die Kabaretts gut liefen, lag die Auslastung bei den Comedians meist nur bei 85 Prozent, doch das spornt an: "Wir haben die Ambitionen, dass alle ausverkauft werden", so Schmidt.

Jetzt freut man sich auf ein besonderes Highlight, das zusätzlich ins Programm aufgenommen wurde: Das Konzert mit der US-Amerikanerin Laura Bretan & the Classic Twins (Hanna und Katrin Friedrich). Weitere Höhepunkte der Saison: Die A-cappella-Bands "Basta" und "Maybebop", die Kabarettisten Mathias Richling, Ingo Appelt, Bernd Stelter. Vielversprechend wird auch die Saison 2018/2019: Darunter die Oper Carmen, das Musical Saturday Night Fever, das Ballett Dornröschen und die Komödie "Dinner für Spinner" mit Tom Gerhardt.
 

So geht die Saison weiter

<strong>Hans-Joachim </strong><strong>Heist:</strong> Unvergessen der großartige Komiker Heinz Erhart: Verschmitztes Lachen, dicke Hornbrille, erhobener Zeigefinger. Der Parodist und Komiker Hans-Joachim Heist präsentiert am 20. und 21. März unter dem Motto "Noch'n Gedicht" einen Querschnitt durch die Reime des 1979 Verstorbenen.
Hans-Joachim Heist: Unvergessen der großartige Komiker Heinz Erhart: Verschmitztes Lachen, dicke Hornbrille, erhobener Zeigefinger. Der Parodist und Komiker Hans-Joachim Heist präsentiert am 20. und 21. März unter dem Motto "Noch'n Gedicht" einen Querschnitt durch die Reime des 1979 Verstorbenen. | Bild: Veranstalter
<strong>Laura </strong><strong>Bretan</strong><strong>:</strong> Mit 13 wurde sie mit ihrer Opernstimme zum Weltstar durch ihren Auftritt bei der Castingshow "America's Got Talent": Laura Bretan aus den USA. Die jetzt 15-Jährige tourt durch die ganze Welt, gibt am 17. März mit den Zwillingen Hanna und Katrin Friedrich im Gloria-Theater ein klassisches Konzert.
Laura Bretan: Mit 13 wurde sie mit ihrer Opernstimme zum Weltstar durch ihren Auftritt bei der Castingshow "America's Got Talent": Laura Bretan aus den USA. Die jetzt 15-Jährige tourt durch die ganze Welt, gibt am 17. März mit den Zwillingen Hanna und Katrin Friedrich im Gloria-Theater ein klassisches Konzert. | Bild: Aninaru
<strong>Bernd Stelter</strong>, Kabarettist und Liedermacher, gastiert am 19. März im Gloria-Theater. In seinem Programm "Wer Lieder singt, braucht keinen Therapeuten" resümiert er seine Sicht auf das Leben mit Liedern, zeigt, dass Alltägliches saukomisch sein kann. Begleitet wird Stelter von seinem zweiköpfigen Kabuff-Orchester.
Bernd Stelter, Kabarettist und Liedermacher, gastiert am 19. März im Gloria-Theater. In seinem Programm "Wer Lieder singt, braucht keinen Therapeuten" resümiert er seine Sicht auf das Leben mit Liedern, zeigt, dass Alltägliches saukomisch sein kann. Begleitet wird Stelter von seinem zweiköpfigen Kabuff-Orchester. | Bild: Manfred Esser