Einzig mit ihren Stimmen beeindruckte die Band Basta, die wohl zu den bekanntesten A cappella-Gruppen Deutschlands gehört, am Freitagabend ihr Publikum im Bad Säckinger Gloria-Theater. Bereits zum zweiten Mal gastierten die fünf begnadeten Sänger in der Trompeterstadt – und sie haben, wie es scheint, einen guten ersten Eindruck hinterlassen. Denn viele der Gäste waren bereits im vergangenen Jahr schon dabei. Und die Begeisterungswelle der Gloria-Besucher hält an. Vom ersten Lied an wurde wild geklatscht, gelacht und mitgesungen.

Selbstironische Situationskomik

Mit "New York, Rio, Gütersloh" eröffnete Basta das Programm und kündigte somit gleich an, dass sie musikalisch auf der ganzen Welt zuhause sind und an diesem Abend ganz besonders auch in Bad Säckingen. Mit ihrer Mischung aus gekonnten musikalischen Pointen und teils selbstironischer Situationskomik brachten William Wahl, Arndt Schmöle, Werner Adelmann, René Overmann und Hannes Herrmann vieles so auf den Punkt, dass es den Zeitgeist und vor allem den Geschmack des Publikums traf. So sprachen sie mit "Ich komm' nicht mehr mit" all jenen aus der Seele, die sich in der rasanten Welt des Social Media verloren fühlen. Vor allem dann, wenn es auch noch vom Kumpel heißt: "Ich komm' nicht mehr mit!" Und zwar in die Kneipe, wodurch das Zwischenmenschliche gänzlich zerbricht.

Sie stehen heimlich auf Schlager

Dass es dann ganz so schlimm auch wieder nicht ist, bewies der gesellige Konzertabend selbst. Da konnten die Sänger dann schon auch mal gestehen, dass sie heimlich auf Schlager stehen, wobei die Ironie nicht zu überhören war. Oder wie das so läuft, mit einem Personal Trainer, wenn es zum Disco-Groove "Hoch, runter, hoch, runter" von der Topf-Form in Richtung Top-Form geht.

Vier reichlich verdiente Zugaben

Neben ihren Entertainer-Qualitäten sind die fünf Sänger in erster Linie aber eben auch exzellente Musiker. Die tonale Abstimmung untereinander, blitzschnelles Reagieren und die Ausdrucksstärke sprechen bei Basta eine eigene Sprache, mit welcher sich die fünf blind verstehen. Speziell ihre Lobeshymne auf das Auto im Jodel-Stil, der "Reggeaton im Seniorenstift", die gelungene Grönemeyer-Imitation, oder auch die erste Zugabe "Domino" im gregorianischen Klang brachten die musikalische Finesse von Basta ans Licht. Dementsprechend wollte auch der Applaus nach dem Konzert im Gloria-Theater schier nicht enden, womit sich das Publikum ganze vier Zugaben redlich verdient hatte.