• Bilanz: Angelo De Rosa sieht die ersten fünf Jahre als „Einlernzeit“. Damit begründet er auch die Tatsache, dass er zu den schweigsamen Ratsmitgliedern gehört. Die Stimme des Linken-Stadtrates wird im Gremium nur ganz selten vernommen. Er nimmt in der Regel zu den diskutierten Themen keine Stellung. Er habe diese „Anlaufphase“ gebraucht, sagt Angelo De Rosa, zudem hätten ihm als Einzelkämpfer auch vielfach die nötigen Infos gefehlt, um fach- und sachgerecht mitzureden. Nicht selten habe er sich in vielen Fällen im Hintergrund mit den anderen politischen Akteuren im Gemeinderat vernetzt und so seine Sicht eingebracht. Ihm sei klar, dass diese Hintergrundarbeit vom Wähler nicht registriert werden könne. Die Einarbeitung sei für ihn nun aber auch vorbei, für die kommende Legislaturperiode habe er mehrere Themen auf der Agenda, die er künftig auch offensiv in den Stadtrat einbringen wolle.
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  • Zusammenarbeit: Der Linken-Stadtrat lobt die Zusammenarbeit im Gemeinderat. Er sei dort von den Kollegen gut aufgenommen worden. Grüne und Freie Wähler hätten mit ihm sogar gegen den heftigen Widerstand der CDU eine Zählgemeinschaft angeboten, damit er als fraktionsloser auch einen Ausschuss besetzen könne. Durch die Zählgemeinschaft erhielt De Rosa einen Sitz im Hauptausschuss und einen Stellvertretersitz im technischen Ausschuss.
  • Die wichtigsten Themen: Bei diesem Punkt nennt De Rosa freilich den Campus. Er sei zwar kein gleichwertiger Ersatz für das Spital, werde aber dennoch einen Beitrag zur Gesundheitsversorgung der Region um Bad Säckingen leisten. Die Schließung des Spitals empfindet er im Übrigen als die größte Niederlage der letzten fünf Jahre. Weiter sieht er die Sporthalle im Schulzentrum als ein bedeutendes Thema der zu Ende gehenden Wahlperiode. Er sei froh, dass das notwendige Projekt endlich an den Start gegangen ist.
     
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  • Einen besonderen Stellenwert nimmt für De Rosa das Brennet-Areal ein. Hier habe er schon früh in der Wahlperiode die Erkenntnis gehabt, dass Gemeinderatsarbeit nicht so einfach ist, wie sich das der Bürger manchmal vorstellt. „Ich war ursprünglich gegen das Brennet-Areal, habe als Gemeinderat dann aber meine Meinung geändert.“ Deshalb wünscht er sich, dass viel mehr Bürgerinnen und Bürger die Gemeinderatssitzung besuchen, um so mehr Verständnis für diese Arbeit erhalten.
  • Seine Erfolge: „Ich bin froh, dass es mit der Rampe an der Stadtbücherei geklappt hat“, so Angelo De Rosa. Er selbst hat Spenden gesammelt und dann gemeinsam mit Freunden und Bekannten Hand angelegt. Wegen der ursprünglich ermittelten Kosten von 35.000 Euro sei das Projekt auf die lange Bank geschoben worden. Er habe es dann mit viel Eigenleistung für 2700 Euro erstellt.
    Ebenso freut er sich, als Mitglied in den Aufsichtsrat der Campus GmbH berufen worden zu sein. Dies sieht er als deutlichen Ausdruck der Wertschätzung durch seine Gemeinderatskollegen.
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  • Kontrolle der Verwaltung: Zu bemängeln hat Angelo De Rosa einen Punkt, den auch die meisten anderen Fraktionen dem Bürgermeister ankreiden: Dass er den Gemeinderat oft zu spät informiere. Dies könne gerne etwas früher stattfinden, sagt De Rosa. Allerdings sei die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung sehr gut. „Die machen mehr als nur ihre Arbeit“, so der Linken-Stadtrat.