Der Träger der Bad Säckinger Fridolinsnadel, Oberstudiendirektor i. R., Friedbert Schmerbeck, feiert am heutigen Samstag seinen 80. Geburtstag. In der Trompeterstadt ist der Jubilar eine feste Größe. Von 1969 an bis zu seiner Pensionierung im Jahre 2004 war er Lehrer am Scheffel-Gymnasium.

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Wenn Friedbert Schmerbeck sein Leben Revue passieren lässt, blickt er auf schwierige Jugendjahre zurück. Im Murgtal in Weißenbach geboren, hatte sein Vater mit seiner politischen Einstellung zu kämpfen. 1948 kam die Familie nach Rippolingen. Nach dem Besuch der Volksschule ging er 1951 auf das Gymnasium. Da jedoch von Rippolingen aus der Nahverkehr in die Trompeterstadt noch recht spärlich war, besuchte er dann in Freiburg das Berthold-Gymnasium. „Das Schlimmste in diesen Jahren war das Heimweh“, sagte Friedbert Schmerbeck.

Leutnant bei der Bundeswehr

Nach dem Abitur 1960 musste er zur Bundeswehr. In Waldürn machte er die Grundausbildung, besuchte die Truppenschule in Idar-Oberstein und war dann ein Jahr in Immendingen, ehe er als Leutnant im März 1962 die Bundeswehrzeit beendete und dann an der Universität in Freiburg Politik, Germanistik und Geschichte studierte und 1968 das erste Staatsexamen machte. Im Anschluss war er Referendar am Hebel-Gymnasium in Lörrach und am Scheffel-Gymnasium in Bad Säckingen, machte 1969 das zweite Staatsexamen und wurde dann Lehrer am Scheffel-Gymnasium. Zu seinen Besonderheiten gehörte, dass er ab 1970 stets die Abiturklassen unterrichtete. Als Studiendirektor ging Friedbert Schmerbeck 2004 in Ruhestand.

Familie zieht nach Harpolingen

Friedbert Schmerbeck heiratete 1968 seine Frau Christel. In Bad Säckingen konnte eine Wohnung bezogen werden, ehe 1973 die Familie in das Eigenheim in Harpolingen zog. Drei Kindern kamen auf die Welt. Das Haus mit seiner herrlichen Aussicht in ruhiger Lage, dem großen Garten mit vielen Obstbäumen, ist ein idealer Ort um sich zu entspannen, sorgt aber auch dafür, dass es dem Jubilar nie langweilig wird.

Kommunalpolitik spielt eine große Rolle

Im Leben von Friedbert Schmerbeck spielt aber auch seine Vereins- und Parteitätigkeit eine große Rolle. So war er in der Jungen Union, im Kreisjugendring, erlebte die Wahl von Günther Nufer zum Bürgermeister. Als CDU-Vorsitzender fungierte er bis im Jahre 1983, war während zehn Jahren im Stadtrat und gehörte während 15 Jahren dem Harpolinger Ortschaftsrat an.

Langjährig an der Spitze des Pfarrgemeinderats

Im kirchlichen Leben ist Friedbert Schmerbeck auch eine feste Größe. So fungierte er viele Jahre als Vorsitzender des Pfarrgemeinderates der katholischen Kirchengemeinde und war einer der ersten Kommunionausteiler. Viele Pilgerfahrten organisierte er. So war man unter seiner Reiseleitung schon in Israel, Rom und in der Toskana.

Musik spielt eine große Rolle

Aber auch die Musik spielt eine große Rolle. 30 Jahre lang war er der Vorsitzende der Jugendmusikschule, die er auch zu einer der erfolgreichsten Musikschulen des Landes Baden-Württemberg führte. Unter seiner Leitung wurde auch der Ballettunterricht eingeführt und mit zahlreichen Theateraufführungen die Zuschauer erfreut. Mehr als 25 Jahre war Friedbert Schmerbeck auch Sänger im Harpolinger Männerchor und viele Jahre auch dessen Schriftführer.

Reisen und Lesen

Auch in seinem Alter legt Friedbert Schmerbeck keineswegs die Hände in den Schoss. Er ist noch täglich mit seinem Auto unterwegs, alle Arbeiten in und um das Haus werden noch selbst erledigt. Eine ganze Bücherwand sorgt dafür, dass der Lesestoff nie ausgeht. So liest er auch täglich den SÜDKURIER. Öfters werden auch Reisen zu den Kindern unternommen und jährlich ein Familientreffen durchgeführt. Als eine seiner großen Aufgaben sieht er immer noch das Unterrichten von Ausländern, so derzeit auch von ausländischen Ärzten. Am heutigen Geburtstag wird sicherlich die Gratulantenschar recht groß sein. Sie werden sich den guten Wünschen seiner Frau, den Kindern mit Partnern und den acht Enkeln anschließen.