Die Franke GmbH hat die Bauarbeiten an ihrem Hochregallager im Bad Säckinger Trottäcker eingestellt. Das bestätigte Pressesprecher Tobias Homberger auf Anfrage unserer Zeitung. Im Anschluss ans bestehende Firmengebäude plant Franke auf dem Grundstück Mumpferfährstraße/Glarner Straße/Trottäcker ein vollautomatisches Hochregallager.

Es soll der Erweiterung des europäischen Logistikzentrums für Franke Kitchen Systems dienen. Doch seit dem Spatenstich im August des letzten Jahres ist nicht wirklich viel gegangen. Derzeit sieht man eine eingeebnete Fläche.

Arbeiten ruhen in den nächsten Monaten

Pressesprecher Tobias Homberger betont, das Projekt sei keineswegs eingestellt, aber die Arbeiten ruhten fürs erste die nächsten Monate bis ins kommende Jahr. Die Franke GmbH werde die Arbeiten 2019 wieder aufnehmen, so Homberger. Einen ungefähren Termin konnte er jedoch nicht nennen.

Die Gründe

Als Hauptgrund für die Unterbrechung des Logistik-Neubaus nannte der Pressesprecher eine Neubeurteilung aller logistischen und betrieblichen Abläufe am Standort Bad Säckingen. „Im Wesentlichen sollen die vom Projekt betroffenen Bestandsgebäude der Franke GmbH in den kommenden Monaten neu untersucht werden, um einen nachhaltigeren Lösungsansatz aufzuzeigen – auch unter dem Aspekt eines ganzheitlichen Konzeptes für alle Divisionen am Standort,“ Homberger.

Im Klartext: In der Hauptsache geht es also um eine bessere Anbindung und Verknüpfung des Neubaus an bestehende Gebäude. Hier hat man offenbar erst im Nachhinein Mängel in den künftigen Abläufen entdeckt. Warum dies nicht bereits in der früheren Planungsphase entsprechend berücksichtigt worden war, konnte der Pressesprecher nicht sagen.

Automatisierung ist das Ziel

Der Neubau wird laut Homberger Teil des Projektes Galileo mit dem Ziel, die automatisierte Lagerung und Versandbereitstellung so zu optimieren, um einen deutlich effizienteren und flexibleren Warenstrom zu gewährleisten und damit den Service-Level für die Kunden zu verbessern.

Die Verzögerung betreffe laut Homberger aber ausschließlich den Logistik-Hub-Neubau, also das Hochregallager. Die anderen Teilprojekte im Bereich der digitalen Informationstechnik würden parallel weiterhin verfolgt.

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