Bad Säckingen Finanzierung wird beim Bad Säckinger Gesundheitscampus zur Kardinalfrage

In vier Wochen liegen die baulichen Vergleichsberechnungen vor: Spitalsanierung oder Abriss? Dann gehen die Verhandlungen in die konkrete Phase: Wer übernimmt die Trägerschaft und wer zahlt was?

In vier Wochen wird es beim Gesundheitscampus konkret. Dann nämlich sollen nicht nur die baulichen Gutachten vorliegen, in denen zwei denkbaren Szenarien durchgerechnet sind – nämlich Spitalsanierung oder Neubau. Mitte Juni will auch das leitende Beratungsbüro GöK eine wirtschaftliche Bewertung abgeben. Dann dürften die wesentlichsten Fakten vorliegen, damit die Verhandlungen über die Trägerschaft zwischen Landkreis und Stadt Bad Säckingen endlich beginnen können. Die Kardinalfrage dabei ist die Finanzierung. Landrat Kistler erinnerte diese Woche an die 12,6 Millionen, die der Kreis bereithält: „Am Ende müssen wir sehen, was noch fehlt und wo wir das herkriegen“.

Klar ist, dass es im Kreistag irgendwann zum Schwur kommen muss, sollte der Campus nicht in der Sackgasse landen. Bis dahin muss die Finanzierung stehen. Hinsichtlich des Finanzbedarfs werden derzeit Summen um die 25 Millionen gehandelt. Allerdings liegen die abschließenden baulichen Gutachten ja noch nicht vor. Als sicherer Anteil zur Finanzierung gelten die 12,6 Millionen des Landkreises. Gleichzeitig hofft man auf Zuschüsse vom Land. Die klamme Stadt Bad Säckingen hingegen wird keine Millionen beisteuern können.

Die Frage ist zudem, ob sich weitere Westgemeinden am Campus beteiligen. Denn auch sie profitierten davon. Zumindest Wehrs Bürgermeister Michael Thater hat sich in einem SÜDKURIER-Interview am 14. November 2017 dazu geäußert. Die Frage war: „Ist es denkbar, dass sich die Stadt Wehr bei der Entstehung eines Bad Säckinger Gesundheitscampus miteinbringt?“ Thaters Antwort: „Sicher. Die sieben Gemeinden aus dem Westkreis haben sich bereits beim ersten Gutachten von Dr. Risse eingebracht. Grundsätzlich ist die Gesundheitsversorgung aber originäre Pflichtaufgabe des Landkreises. Die Gemeinden finanzieren das über die Kreisumlage mit. Aber auch darüber hinaus ist eine Zusammenarbeit denkbar – wir werden darüber sprechen.“

Dann gibt es noch das Grundstück, auf dem das ehemalige Säckinger Krankenhaus steht. Es gehört dem Kreis, wurde ihm aber von der Stadt Bad Säckingen zweckgebunden für einen Gesundheitsbetrieb überlassen.

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