Das „Festival of Cultures“ am Samstag im Bad Säckinger Schlosspark zeigte sich einmal mehr als Fest der Vielfalt, bei dem nicht nur alle Kulturen gemeinsam und friedlich feiern und Unterschiede überwunden werden, sondern auch Platz für alle möglichen denkbaren Beiträge ist. Rund ein Jahr war das Jugendparlament (Jupa) Bad Säckingen im Vorfeld mit der Planung und Organisation des Festivals beschäftigt gewesen. Die jungen Veranstalter waren ehrgeizig. Das ambitionierte, selbst gesteckte Ziel lautete 2000 Festivalbesucher. Ganz gereicht hat es zwar nicht, doch Hauptorganisator Sander Frank zeigte sich trotzdem sehr zufrieden. Obwohl die Veranstaltung den Nachmittag über eher zögerlich besucht wurde und sich das Festivalgelände erst gegen Abend so richtig füllte, wagt Frank die vorsichtige Schätzung von rund 1500 Besuchern, die über den Tag verteilt das Festival besucht haben. Weil der Eintritt zum Festival kostenlos war, der Verkauf der bunten Festivalbändchen nur zur Deckung der anfallenden Kosten diente, unter anderem für die Security, lässt sich die genaue Besucherzahl aber nicht genau festlegen.

<strong>Jazz trifft Hip-Hop:</strong> Das war das Erfolgsrezept der Musikstudenten aus Basel, die sich zur Band PC 2 formiert haben. <em>Bilder: Marion Rank</em>
Jazz trifft Hip-Hop: Das war das Erfolgsrezept der Musikstudenten aus Basel, die sich zur Band PC 2 formiert haben. Bilder: Marion Rank

Ältere Besucher waren auf dem Festivalgelände in diesem Jahr eher spärlich anzutreffen. Doch der Musikgeschmack der Generation unter 30 schien mit dem Programm bestens getroffen worden zu sein. Das Publikum unterhielt sich prächtig, pendelte stetig zwischen der Hauptbühne und dem aufgebauten Zelt am Eingang des Parks, wo die Stimmung bei elektronischer Musik brodelte. Denkbar breit gefächert waren die musikalischen Stilarten. Von elektronischer Dance-Music von „DJ Thimlife“, über gambische Trommler bis hin zu Jazz. Nicht alles war massentauglich. Der Stimmung tat dies keinen Abbruch.

<strong>Knöpfchen drücken,</strong> statt ein Instrument zu spielen: Auch so geht Musik. DJ Thimlife war bereits zum dritten Mal dabei mit seiner Electronic-Dance-Music.
Knöpfchen drücken, statt ein Instrument zu spielen: Auch so geht Musik. DJ Thimlife war bereits zum dritten Mal dabei mit seiner Electronic-Dance-Music.

Auf besondere Begeisterung stießen die Auftritte der Singer-Songwriter Julian Schönauer alias Paperhat und Julia Lauber, die sich selbst am Keyboard begleitete. Sie begeisterte nicht nur mit ihrer tollen Stimme, sondern auch mit ihren sozialkritischen Songs. Auch die die Band PC 2, bestehend aus Musikstudenten aus Basel, gehörte zu den Publikumslieblingen. Sie präsentierten Jazz gemischt mit Hip-Hop-Elementen. Alle Bands und Künstler spielten ohne Gage. Einen Höhepunkt bildete der Zirkus Papperlapapp mit seiner Feuershow zu nächtlicher Stunde.

<strong>Feuerzauber: </strong>Der Zirkus Papperlapapp und seine Artisten begeisterten die Zuschauer mit ihrer nächtlichen Feuershow im Schlosspark.
Feuerzauber: Der Zirkus Papperlapapp und seine Artisten begeisterten die Zuschauer mit ihrer nächtlichen Feuershow im Schlosspark.