Die Entwicklung der Gesundheitsversorgung im Raum liegt Rolf Metzger noch immer im Magen. Metzger, der sich jahrelang für den Erhalt des Spitals eingesetzt hat, kandidiert deshalb für den Kreistag. Er ist FDP-Kandidat im Wahlbezirk Bad Säckingen. Die Gesundheitsversorgung werde auch sein Hauptthema, sagte er im Gespräch mit unserer Zeitung. „Der Campus wird nicht das leisten können, was das Spital geleistet hat“, so Metzger. Vor allem geht es ihm um die Notfallversorgung. Dabei sieht er den Landkreis in der Pflicht. Die Anstrengungen der Stadt beim Campus lobt Metzger, dass sich der Landkreis allerdings mit der Zahlung von 12,7 Millionen Euro aus dem Thema herauszieht, ist ihm ein Dorn im Auge. Eine Notfallversorgung im Raum Bad Säckingen sei wichtig, so Metzger, „hier muss der Landkreis nachbessern.“

Rolf Metzger, FDP-Kreistagskandidat im Wahlbezirk Bad Säckingen, fordert eine Notfalleinrichtung im Campus. Der Landkreis sei da in der Pflicht, findet Metzger. Das Bild entstand bei einer Veranstaltung im Kursaal 2017.
Rolf Metzger, FDP-Kreistagskandidat im Wahlbezirk Bad Säckingen, fordert eine Notfalleinrichtung im Campus. Der Landkreis sei da in der Pflicht, findet Metzger. Das Bild entstand bei einer Veranstaltung im Kursaal 2017. | Bild: Baier, Markus

Es zeige sich doch seit der Schließung des Bad Säckinger Krankenhauses, dass die Notfallambulanz in Waldshut dauerhaft überlastet sei. Menschen aus dem gesamten Landkreis fahren seither in die Kreisstadt. Hier würden schlichtweg gesetzliche Vorgaben nicht erfüllt, betont der FDP-Kreistagskandidat. Auch Metzger ist zwar klar, dass es in Bad Säckingen keine krankenhausähnliche Einrichtung mit Notfallambulanz mehr geben werde. Jedoch würden Alternativen diskutiert, die durchaus hilfreich wären, so seine Ansicht.

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Eine notärztliche Praxis im Gesundheitscampus oder eine wie immer geartete Portaleinrichtung könnten gerade Patienten mit leichteren Indikationen abfangen und so die Notfallambulanz in Waldshut entlasten. Denn es sei bekannt, dass es zu Überlastung komme, weil Patienten in Ermangelung eines Hausarztes in der Notaufnahme auflaufen. Hier könne eine niederschwelligere Notfalleinrichtung in Bad Säckingen entlasten. Interessant findet Metzger in dieser Hinsicht auch die Ideen der SPD-Bundestagsabgeordneten Rita Schwarzelühr-Sutter zur Telemedizin. In Kombination mit einer notfallmedizinischen Einrichtung wie auch mit haus- oder fachärztlichen Praxen könne dies zu Entlastungen auch im Krankentransport führen. „Denn wir müssen feststellen, dass auch das Rote Kreuzes seit der Schließung des Bad Säckinger Krankenhauses die Grenze seiner Kapazitäten überschritten hat.“ Der Landkreis sei hier ganz klar in der Pflicht, Abhilfe zu schaffen. Dieses Thema werde er im Falle einer Wahl zu seiner Domäne machen. Metzger sieht sich als „ins Thema gut eingearbeitet.“

Weitere Themen auf seiner Agenda seien der Mobilfunk, die Breitbandversorgung sowie die Digitalisierung der Schulen im Landkreis.