Der Bürgermeisterwahlkampf kommt nun in die Endphase. Nächsten Sonntagabend wissen wir Säckinger, mit wem es die nächsten acht Jahre vorangeht. Es sei denn, es kommt zu einem zweiten Wahlgang. Jedoch wird wohl kaum ein Prophet darauf setzen wollen. Nach zwei von drei öffentlichen Vorstellungsrunden des Kandidatentrios kann ich mir nicht vorstellen, dass ein Besucher der bisherigen Veranstaltungen noch Restzweifel hegt, wer letztendlich wählbar ist. Dennoch haben zwei der Kandidaten für einen gehobenen Unterhaltungswert gesorgt, wenn man mal davon absieht, dass unser Demokratieverständnis angesichts der recht fragwürdigen bis höchst kuriosen Statements und Wahlversprechungen arg strapaziert wird. Aber eines darf man konstatieren: Hätte es keine weiteren Kandidaten außer dem Amtsinhaber gegeben, wäre weder lebhaft diskutiert worden, noch hätten wir Säckinger etwas geboten bekommen. Die Reaktionen bei den Ausführungen des einen oder der anderen Kandidatin reichten von ungläubigem Kopfschütteln, Grinsen, lautem Gelächter, Irritationen und bisweilen höchst belustigten Schenkelklopfern bis hin zum demonstrativen Verlassen des Kursaals.

http://saeckingen.redaktion@suedkurier.de