Beim Ortsverband Bad Säckingen des Bundes für Umwelt- und Naturschutz (BUND) ist eine Ära zu Ende gegangen. Franz Stortz hat nach 16 Jahren als Vorsitzender des Vereins sein Amt zur Verfügung gestellt. Wioletta Koch ist zu seiner Nachfolgerin gewählt worden. In der 31-jährigen Geschichte der Ortsgruppe ist sie die erste Frau an deren Spitze. "Die alten Veteranen sind weiterhin da" – so begann der Rechenschaftsbericht von Stortz im Haus Fischerzunft.

Umweltpolitik im BUND

Eine Hauptversammlung der 102 Mitglieder sowie von 120 Förderer des BUND in der Stadt war eine Gelegenheit, den langjährigen Anspruch und dessen Umsetzung aufzuzeigen. Stortz ging anfänglich auf die Umweltpolitik im BUND und ebenso weltweit ein. Das globale Denken bleibe weiterhin ein fortwährendes Merkmal im BUND. Danach schwenkte der scheidende Vorsitzende auf die lokalen Gegebenheiten ein. „Zusammen kämpfen, Zeichen setzen und lokal handeln – auch was Wellen schlägt“, darin waren sich die anwesenden Mitglieder in all den Jahren einig, konnte Stortz festhalten. Lokale Bodenständigkeit und kontinuierliche örtliche Arbeit im Sinne des BUND bleiben für den Grünen-Gemeinderat Stortz weiterhin ein solider Ansporn. Daher ist seine „Mitarbeit im Vorstand der Ortsgruppe eine Selbstverständlichkeit“. Storz teilt sich nun gemeinsam mit Lüder Rosenhagen das Amt eines Stellvertreters.

Erlebnisprogramme für Jung und Alt

Neue Bäume pflanzen ist in den Vorjahren ein Grundpfeiler der Arbeit in Bad Säckingen geworden. Am Murger Weg und in Obersäckingen sind zahlreiche alte Obstbaumsorten gepflanzt worden. Diese werden gepflegt und die Gewanne werden mit neuen Ruhebänken aufgewertet. Die Säuberung und der Unterhalt von Nisthilfen im gesamten Stadtgebiet seien zur Selbstverständlichkeit geworden. Mit Erlebnisprogrammen für Jung und Alt trifft der BUND vermehrt den Mainstream. Eine Waldbegehung im Wildkorridor habe bleibenden Eindruck hinterlassen. Exkursionen, mit fast schon wissenschaftlichem Anspruch, führten in Landwirtschaftszentren der Region. „Da sind die nächsten Aktionen in Planung“, so Koch. Dazu gehört vor allem die naturschutzrechtliche Begleitung der geplanten A 98. Beim Kassenbericht zeigte sich der finanzielle Spielraum auf, der mit dem Wegfall des Projektes Atdorf, weiterhin für den BUND besteht.

Weitere Informationen über die BUND-Ortsgruppe Bad Säckingen erhalten Sie hier: www.bund-hochrhein.de