Bad Säckingen Endlich allein und doch wieder nicht

Festspielgemeinde präsentiert unterhaltsame Komödie. Begeisterte Zuschauer feiern die Akteure.

Vor fast ausverkauftem Haus präsentierte am Freitag die Festspielgemeinde ihr neuestes Stück „Endlich allein“. Die Komödie zum Thema „Hotel Mama“ begeisterte in der Inszenierung von Renate Kraus die Zuschauer, die sich in der turbulenten Handlung wiedererkannten.

„Ordnung, Freiheit, Ruhe“ jubeln Helen und George Butler, als mit Tochter Roberta (Carla Langer) der letzte der drei Sprösslinge endlich auszieht. Doch die Freude währt nur kurz: Noch während die Eltern die neu gewonnene Freiheit feiern, steht schon die älteste Tochter Michelle (Sandra Lutz) wieder vor der Tür. Kurz darauf kehrt auch Sohn Eliott (Matthias Ngo) zurück, gefolgt von der Studentin Janie (Valeria Perrupato). Eingeladen von Roberta, „da jetzt ja ein Zimmer frei ist“, sorgt die neue Mitbewohnerin für zusätzliche Turbulenzen. Schnell entspinnt sich ein turbulenter Reigen, bei dem die Schauspieler mit viel Spielfreude nicht nur die Bühne selbst sondern auch gleich Zuschauerraum und Foyer mitnutzen und der Zuschauer quasi im Wohnzimmer der Butlers hautnah dabei ist. Dabei hat jeder Charakter seine ganz eigenen Sorgen, ob es die neu angestoßene Künstlerkarriere von Mutter Helen (Hilde Butz) oder Tochter Michelle ist, die nach ihrer Promotion in Mathematik nicht so recht weiß, wie es weitergehen soll. Schürzenjäger Eliott stellt der attraktiven Janie nach, die wiederum bei Helen den Mutterinstinkt weckt.

Doch auch ernstere Themen kommen zur Sprache: Wie bereite ich mein Kind am besten auf das Leben vor? Was wird aus der elterlichen Beziehung, wenn man auf sich selbst zurückgeworfen wird? Familie Butler erlebt für über zwei Stunden eine wahrliche Achterbahn der Gefühle. Dabei gelingt es aber trotz der ernsteren Untertöne aufs Unterhaltsamste, den komödiantischen Ton zu halten. Das Publikum dankt es den Akteuren mit vielen Lachern und anschließendem langen Beifall.

Die zeitlose Komödie von Lawrence Roman (1921-2008) feierte bereits in den 1980er Jahren große Erfolge am Broadway. Und auch heute noch finden sich die Zuschauer, ob als Söhne und Töchter oder als Eltern, in der universellen Thematik wieder. Sie habe das Stück darum auch schon lange quasi in der Schublade gehabt, erklärt die Regisseurin Renate Kraus zu ihrer Auswahl, doch bisher habe es vonseiten der Spieler einfach nicht gepasst. Doch da in diesem Jahr einige Spieler pausieren, konnte die Komödie nun endlich umgesetzt werden. Und dass sich das Warten gelohnt habe, so Kraus, sehe man auch daran, dass die nächsten Aufführungen bereits fast ausverkauft seien.

Weitere Vorstellungen gibt es am Samstag und Sonntag, 9. und 10. April, Freitag, 15. April, Samstag, 16.April, sowie am Freitag, 22., Samstag, 23., und Sonntag, 24. April. Karten sind noch im Vorverkauf und an der Abendkasse erhältlich.

Weitere Informationen im Internet:

www.festspielgemeinde.de


Festspielgemeinde

Die Festspielgemeinde Bad Säckingen wurde bereits im Jahr 1966 gegründet, der Schwerpunkt lag damals auf der Inszenierung des „Trompeters von Säckingen“ von Joseph Victor von Scheffel. Nach der Neugründung der Laienspielgruppe unter der Leitung von Uta Vogt-Eissler im Jahre 1993 bringt die Gruppe als „Theaterwerkstatt“ nun anspruchsvolle Lustspiele mit vereinsinternen Laiendarstellern auf die Bühne.

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