Seit 2010 schon kommen sie nach Bad Säckingen, begeistern ihr Publikum und reißen es von den Sitzen. Einen gelungenen Konzertabend bot auch am Freitagabend wieder die Simon & Garfunkel Revival Band im Gloria-Theater. Die vier Vollblutmusiker versetzten das Publikum im fast ausverkauften Theater zurück in die Flower-Power-Zeit der 60er Jahre, als die Lieder des Folk-Rock-Duos Simon & Garfunkel zu Hymnen einer ganzen Generation wurden. Die Band schaffte es in Minutenschnelle, dass die Begeisterung für diese Musik mit ihrer zeitlosen Schlichtheit auf das Publikum im Saal überschwappte. Stehende Ovationen und mehrere Zugaben standen am Ende eines wundervollen Abends mit unvergesslichen Songs.

Gänsehautfeeling bei "Bright Eyes"

Die ersten Minuten mit dem Publikum gehörten Michael Frank (Gesangspart von Paul Simon) und Guido Reuter (Art Garfunkel) ganz allein. Die beiden Erfurter wurden mit Jubelpfiffen begrüßt, bevor sie mit "The 59th Street Bridge Song (Feelin`Groovy)" auch nur starten konnten. Schließlich kamen Gitarrist Sebastian Fritzlar und Schlagzeuger Ingo Kaiser hinzu. Wohl dosiert über den Abend servierten die vier dem Publikum musikalische Leckerbissen wie etwa "El Condor Pasa" (Guido Reuter mit klasse Flötenspiel), die wunderbare Ballade "Scarborough Fair", "The Boxer" oder "A Hazy Shade Of Winter". Michael Frank erntete Riesenbeifall für das Gänsehautfeeling, das er mit seinem unwahrscheinlich gefühlvollen Solo von "Bright Eyes" hervorrief. Traurige Balladen wechselten sich ab mit temperamentvollen Stücken. Bei "Cecilia", die allen Männern den Kopf verdreht, hielt es schließlich so einige nicht mehr auf den Sitzen, so mitreißend wurde der Song präsentiert.

Musikalisches Feuerwerk

Der Enthusiasmus des Publikums hielt an bei Klassikern wie "Mrs. Robinson", "The Sound of Silence" aber auch Stücken aus der Solokarriere Paul Simons wie "I am a Rock", "Graceland" oder "You can call me Al". Ein musikalisches Feuerwerk schließlich zündeten Michael Frank (Gesang), Guido Reuter (Akkordeon), Sebastian Fritzlar und Ingo Kaiser (Percussion) mit "The obvious child".

Band überzeugt durch Vielseitigkeit

Die Band überzeugte mit Vielseitigkeit: Guido Reuter spielte Flöte, Geige, Piano und Akkordeon, Sebastian Fritzlar Gitarre, Keyboard, Bass, Percussion und Ukulele und Ingo Kaiser Schlagzeug und Percussion. Vor allem aber punktete sie mit den perfekt harmonierenden Stimmlagen von Michael Frank (Gesang und Gitarre) und Guido Reuter. Ein musikalischer Höhepunkt war "The Sound Of Silence", ehe "Bye, Bye Love" den Abend beenden soll. Als Zugaben durfte "Bridge over troubled water" natürlich nicht fehlen. "Sie sind fast besser als das Original", fasste Erich Carle bei Konzertende den Abend zusammen. Beeindruckend nah am Original war die Band auf jeden Fall.