Dass man unmittelbar nach den Sommerferien in den Supermärkten schon Lebkuchen, Spekulatius und andere typisch weihnachtliche Leckereien kaufen kann, ist man mittlerweile längst gewohnt. (Wobei ich persönlich eigentlich der Meinung bin, dass man Lebkuchen ohne Probleme immer und übers ganze Jahr essen kann.) Dennoch ist dieser völlig verfrühte Weihnachtskommerz im Grunde genommen ein richtiger Schwachsinn. Früher gab es die typisch weihnachtlichen Backwaren erst im Advent. Da konnte man sich aber noch im Oktober und November darauf freuen. Heutzutage ist das mit den jahreszeitlichen Bräuchen und Gepflogenheiten völlig entgleist, oder will mir jemand weismachen, dass irgendeine Hausfrau im September schon auf die Idee kommt, Lebkuchen und Springerle zu backen? Diesen Irrsinn treibt doch nur der Handel und die Süßwarenindustrie.

Aber das ist noch nicht die Spitze der verrückten Ideen. Am 1. November, also an Allerheiligen, so mal gut vier Wochen vor dem ersten Advent, hatte ein genossenschaftlicher Landhandel in Obersäckingen einen prächtig beleuchteten Weihnachtsbaum im Verkaufsraum stehen. Wenn das mal nicht rekordverdächtig bescheuert ist? Oder hat jemand vielleicht noch früher einen Weihnachtsbaum gesehen? Würde mich nicht wundern.

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