Dreieinhalb Stunden Sitzung am Stück, ohne Unterbrechung. Die Aufmerksamkeits- und Aufnahmefähigkeit der Bad Säckinger Gemeinderäte wird regelmäßig auf eine harte Probe gestellt. Das bestätigte sich beim letzten Treffen des Kommunalparlaments erneut. Und die anwesenden Journalisten müssen ebenfalls aufpassen, dass sie nicht irgendwann abschweifen, zumal auch die Akustik in der Cafeteria des Scheffel-Gymnasiums, dem Sitzungssaal des Gremiums, alles andere als optimal ist.

Bürgermeister, Räte und Behördenmitarbeiter geben sich zwar in der Regel sichtlich Mühe, möglichst laut und deutlich zu sprechen, aber gegen gut funktionierende Mikrofone hätte wohl niemand etwas einzuwenden. Das fand auch ein anwesender Bürger, der sich zu Beginn der Sitzung zu Wort meldete und sagte: „Die Akustik hier ist unter aller Pünktchen, Pünktchen!“

Joachim Wolter vom städtischen Bauamt entschuldigte sich dafür, betonte aber, dass er und sein Amt sich derzeit leider nicht darum kümmern könnten: „Wir stehen unter einem massiven Zeitdruck, da wir Baustellen fertig machen müssen.“ Jetzt gehe es darum, eines nach dem anderen abzuarbeiten, danach könne man dann wieder „mehr in die gestalterischen Sachen reingehen“, so Wolter.

Bleibt zu hoffen, dass die Gemeinderäte und Behördenmitglieder bis dahin ihre Stimmbänder schonen, damit sie auch weiterhin durch den vollen Einsatz ihrer Sprechorgane die Mängel der Technik kompensieren können.