Im Schloss Schönau kamen am Donnerstagabend rund 30 Bürger aus allen Altersklassen zusammen, um die Zukunft der Radfahrer in Bad Säckingen zu besprechen. Die Neugründung einer ADFC- (Allgemeiner-Deutscher-Fahrrad-Club-) Gruppe oder eines Vereins wird angestrebt, um ein direktes Sprachrohr für die Bürger zu erhalten, lautete der Tenor.

Das Land stellt für zwei Jahre Mittel in Höhe von 50 000 Euro zur Verfügung, hinzu kommt der Eigenanteil von 25 000 Euro der Stadt. Diese Mittel sollen mit Bedacht eingesetzt werden. Gudrun Zühlke, Landesvorsitzende des ADFC, sagte: „Es reicht nicht aus, nur die Infrastruktur der Stadt zu verbessern, es gibt noch viele weitere Punkte, wie die Transparenz oder die Sicherheit, zu beachten.“ Gudrun Zühlke führte weiter aus: „Jeder Fahrradfahrer von acht bis 88 Jahren sollte sicher das Ziel erreichen und auf einem durchgängigen Netz legal weiter fahren können.“

Weitere Mängel und Verbesserungsvorschläge der Bürger, wie zu hohe Bordsteine, lange Ampelphasen oder das Fehlen von Schildern, wurden vom städtischen Umweltreferenten Ralf Däubler aufgenommen.

Michael Rohrer vom Stadtbauamt erwähnte: „Wir planen weitere Fahrradboxen auf der Südseite des Bahnhofs und doppelstöckige Boxen, um den größeren Bedarf zu decken.“ Ebenso plane man auf längere Sicht eine Lösung für die Berufspendler, die mit dem Zug kommen und weiter in die Schweiz müssen. Auch in der Stadt sollen weitere Fahrrad-Parkplätze entstehen und so zum Radfahren anregen. Gudrun Zühlke sagte: „Die geplante Beschilderung ist nicht nur für die Fahrradfahrer wichtig, sondern auch für den Autofahrer, der im Säckinger Stau steht und sich dann überlegt, auch die Abkürzung mit dem Rad zu fahren.“

Sie möchten etwas für Radler tun (von links): Fahrradbeauftragter Bernhard Biendl, Bürgermeisterstellvertreter Frank van Veen, Umweltbeauftragter Ralf Däubler, Sonja Lehmann (Referentin ADFC) und Gudrun Zühlke (Landesvorsitzende ADFC).
Sie möchten etwas für Radler tun (von links): Fahrradbeauftragter Bernhard Biendl, Bürgermeisterstellvertreter Frank van Veen, Umweltbeauftragter Ralf Däubler, Sonja Lehmann (Referentin ADFC) und Gudrun Zühlke (Landesvorsitzende ADFC). | Bild: Chrisitane Pfeifer

Horst Nüßle sagte: „Bad Säckingen ist vorbildlich im Vergleich zu anderen Kommunen.“ In der Sitzung waren sich alle Teilnehmer einig, dass die Gründung einer Gruppe oder eines Vereins des ADFC vor Ort sinnvoll ist. Ralf Däubler sagte dazu: „Wir müssen unser Wissen bündeln und einen Austausch stattfinden lassen.“

Interessierte zur Neugründung einer Allgemeiner-Deutscher-Fahrrad-Club-Gruppe oder eines Vereins können sich bei Sonja Lehmann melden unter Telefon 0711/50 47 94 12 oder per E-Mail (sonja.lehmann@adfc-bw.de).