Die Folkmusiker Simon & Garfunkel gehen zwar längst getrennte Wege, doch ihre gefühlvollen Balladen sind unvergessen und erfreuen sich bis heute großer Beliebtheit. Das zeigt sich immer wieder aufs Neue am großen Zuspruch, den die "Simon & Garfunkel Revival Band" bei ihren Auftritten im Gloria-Theater genießt. Auch jetzt gab es wieder ausverkauftes Haus, ausgelassene Stimmung und Standing Ovations.

Der Funke springt sogleich über, als Michael Frank (Paul Simon) und Guido Reuter (Art Garfunkel) "Feelin Groovy" und "Homeward Bound" performen. Mit Sebastian Fritzlar (Bass, Gitarre, Keyboard und Ukulele) und Mirko Sturm (Schlagzeug) kommt gleich darauf der Rest der Band hinzu, die die Gloria-Besucher einen Abend lang in einen Rausch von Glücksgefühlen und Emotionen versetzt.

Kein Wunder, schließlich sind von "Graceland" über "America" bis hin zum gefühlvollen "Scarborough Fair" so ziemlich alle Hits dabei, die das Publikum kennt und liebt. Dazu passt einfach die Chemie zwischen Publikum und den Akteuren auf der Bühne. Bei "The Boxer" singt alles lauthals "Lalalei". Handylampen blitzen auf zu dem gefühlvollen "Bright Eyes".

Von der Herzensbrecherin "Cecilia" lassen sich alle mitreißen. Kaum einen ließ die Musik kalt. Nach der Pause sind alle mit "Mrs. Robinson" sofort wieder zur Stelle. Die großen Hits folgen Schlag auf Schlag: "I Am A Rock", "50 Ways To Leave your Lover", "Bye, Bye, Love" und natürlich "Sound of Silence" und "Bridge Over Troubled Water". Speziell das "Obvious Child", aus dem 1990 entstanden Album "The Rhythm Of The Saints" begeistert: Sebastian Fritzlar und Mirko Sturm mit Trommeln, Guido Reuter mit Akkordeon, dazu Sänger Michael Frank mit Gitarre, lassen ein Feuerwerk an Temperament auf die Besucher niederprasseln.

Immer wieder stellten die Musiker ihre Vielseitigkeit unter Beweis: Guido Reuter wechselt an diesem Abend unter anderem zu Flöte und Violine. Mirko Sturm erntet riesigen Beifall für sein umwerfendes Schlagzeug Soli. Atemlose Stille wechselte sich ab mit frenetischem Beifall, und am Ende war da die Hoffnung, dass die gern gesehenen Stammgäste auch nächstes Jahr wieder im Gloria-Theater vorbeischauen werden.