Das Flair von Autorennen ist ein Stück weit am Eggberg wieder zum Zuge gekommen. 153 sportliche Boliden stellten sich bei den fünften Eggberg Klassik den Gleichmäßigkeitsprüfungen. Nicht der schnellste Fahrer ist ermittelt worden, sondern wer bei vier Wertungsläufen die anspruchsvolle Bergstrecke annähernd immer mit der gleichen Zeit meisterte.

21 Kurven sind auf den 4,25 Kilometern der Eggbergstraße in beherrscht rasantem Tempo gefahren worden. Den vielen Zuschauern aus der ganzen Region gefällt weiterhin die Atmosphäre der Eggberg Klassik.

Impressionen Eggberg Klassik 2019 in Bad Säckingen. Nach der Fahrerbesprechung kam am Samstag der Besichtigungslauf zum Zuge. Am Nachmittag musste der Lauf zur Ermittlung der Sollzeit absolviert werden. Mit dem ersten von vier Wertungsläufen endete das Eggberg-Klassikrennen. Am Sonntag standen weitere drei Wertungsläufe im Terminkalender.
Impressionen Eggberg Klassik 2019 in Bad Säckingen. Nach der Fahrerbesprechung kam am Samstag der Besichtigungslauf zum Zuge. Am Nachmittag musste der Lauf zur Ermittlung der Sollzeit absolviert werden. Mit dem ersten von vier Wertungsläufen endete das Eggberg-Klassikrennen. Am Sonntag standen weitere drei Wertungsläufe im Terminkalender. | Bild: Gerd Leutenecker

Am Schwimmbad-Parkplatz war das Fahrerlager eingerichtet. Die historischen Fahrzeuge standen akkurat auf den Stellflächen. Hier und da war etwas Mechanikerkönnen gefragt. Mit geöffneten Motorhauben konnten die Zuschauer genau die Blicke erhaschen, die seit fünf Jahren für die Eggberg Klassik sprechen.

Viel Eigenleistung ist bei Oldtimern immer gefordert.
Viel Eigenleistung ist bei Oldtimern immer gefordert.

Ohne Scheu genossen die Besucher diese prickelnde Rennatmosphäre. Flaniermeile, Fahrerlager und ein heiß begehrter Zuschauerplatz am Start sorgten für die Abwechslung an beiden Tagen des Klassikrennens. Ohne die zahlreichen Raritäten im Teilnehmerfeld wäre das Rennen fast als ein Bergrennen vergangener Tage zu werten.

Die Mädels von Adler Haustechnik (Eagle Plumbing...)
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Das erhält aber nahezu nirgendwo mehr eine behördliche Zulassung. „Historische Fahrzeuge sind vor 1988 zugelassen – wenn noch in Originalzustand, dann bekommen die auch ein H-Kennzeichen“, schmunzelte Mitorganisator Hubert Hottinger. Aber so mach Auto kam gleich auf einem Anhänger oder einer fahrbaren „Garage“. Außer bei den vielen Teilnehmern aus der gesamten Schweiz.

Mitorganisator Hubert Hottinger.
Mitorganisator Hubert Hottinger. | Bild: Gerd Leutenecker

Dort überwiegt die Straßenzulassung, „die ist ohne allzu großes Heckmeck zu bekommen“, wie ein älterer Graubündner feststellte. Wahre Schätze rollen da auf der Straße. Der Austin Healey Sprite MK1 aus dem Jahre 1960 soll den Gegenwert eines Einfamilienhauses in bester Wohnlage haben.

Impressionen Eggberg Klassik 2019 in Bad Säckingen. Nach der Fahrerbesprechung kam am Samstag der Besichtigungslauf zum Zuge. Am Nachmittag musste der Lauf zur Ermittlung der Sollzeit absolviert werden. Mit dem ersten von vier Wertungsläufen endete das Eggberg-Klassikrennen. Am Sonntag standen weitere drei Wertungsläufe im Terminkalender.
Impressionen Eggberg Klassik 2019 in Bad Säckingen. Nach der Fahrerbesprechung kam am Samstag der Besichtigungslauf zum Zuge. Am Nachmittag musste der Lauf zur Ermittlung der Sollzeit absolviert werden. Mit dem ersten von vier Wertungsläufen endete das Eggberg-Klassikrennen. Am Sonntag standen weitere drei Wertungsläufe im Terminkalender. | Bild: Gerd Leutenecker

Die Veranstalter vom Automobilclub Bad Säckingen hatten allerhand zu leisten. Gustav Albiez und Joachim Stricker sind erfahrene Teamleiter. Das Schwimmbadbüro diente als Rennbüro. Ruhig sind die wenigen Pannen der Fahrzeuge und deren Bergung geregelt worden. „Nichts schwerwiegendes“, da blockierte ein Teilnehmer wegen eines technischen Defekts die Strecke, der kurzerhand abgeschleppt werden musste, so Stricker.

Nur zwei der H-Fahrzeuge sind ausgeschieden. An den Start gingen 153 Autos, wobei die Klasse 2 eh eine Formel- und Rennsportwagenklasse bildete, ohne Straßenzulassung, aber bestens gewartet. Arno Wenk trat erneut als versierter Sprecher und Kommentator am Start in Erscheinung.

Die Motorradfreunde Hotzenwald führten den Streckenposten 17 gekonnt mit viel Abwechslung und Unterhaltung.
Die Motorradfreunde Hotzenwald führten den Streckenposten 17 gekonnt mit viel Abwechslung und Unterhaltung. | Bild: Gerd Leutenecker

Ihm sind die Vorkriegswagen ans Herz gewachsen. „Das ist eine eigene Szene“, gestand Fahrer Uwe Ziegler mit Rauschebart und historischem Gewand. Bei über 150 Helfern und Streckenposten kam jeder auf seinen Liebling. Traditionell unterstützen die Motorradfreunde Hotzenwald und der Stock-Car-Club Albbruck sowie der Tennisclub Rickenbach die Veranstaltung. Als Rennarzt residierte Georg Boedeker in seinem roten Porsche-Oldtimer, gleich neben dem DRK von Bad Säckingen.

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