Es ist ein Neuanfang und auch wieder nicht. Denn die gebürtige Fränkin aus Bamberg lebt und wirkt bereits seit 16 Jahren in Bad Säckingen. Anders als ihre Vorgängerin trägt sie aber keinen Schleier. Die 52-jährige Bad Säckingerin Ulrike Lebert trat am 1. September die Nachfolge von Schwester Bernarda als neue Gemeindereferentin an. Schwester Bernarda war erst kürzlich aus der Trompeterstadt an ihr Mutterhaus in Altötting zurückbeordert worden. Ulrike Lebert ist ausgebildete Sozialpädagogin und war bereits vor Antritt ihrer neuen Tätigkeit ehrenamtlich für die Pfarrgemeinde tätig.

„Leben und Arbeiten an einem Ort“, schwärmt Ulrike Lebert von den Vorteilen ihres neuen Jobs. Auch deshalb habe sie die Chance ergriffen, als sie sich nach dem Fortgang der Ordensschwester bot. Die neue Gemeindereferentin wird jedoch nicht einfach in das kalte Wasser geschmissen. Ganz im Gegenteil. Die Arbeit ist ihr vertraut, nur die Örtlichkeit hat gewechselt: Ulrike Lebert arbeitete bisher als Gemeindereferentin in Schopfheim und Steinen. Die Sozialpädagogin hat eine praxisbegleitende Ausbildung nebst Fernstudium absolviert, ist seit vier Jahren Gemeindereferentin. Als Gemeindereferentin von Bad Säckingen ist sie für die Seelsorgeeinheit Bad Säckingen-Murg zuständig, angestellt bei der Erzdiözese Freiburg. Die Stelle ist keine Vollzeit-, sondern eine 80-Prozent-Teilzeitstelle. In Bad Säckingen ist Ulrike Lebert längst keine Unbekannte mehr. 2001 zog sie mit ihrem Mann und mittlerweile erwachsenen Sohn hierher, war von 2005 bis 2010 Vorsitzende des Pfarrgemeinderats in Bad Säckingen.

Wie ihre Vorgängerin wird ihr Hauptaufgabenbereich in der Vorbereitung der Erstkommunikanten der Bad Säckinger Gemeinden liegen und sie wird Religion unterrichten in der Wallbacher Grundschule und der Anton-Leo-Schule in Bad Säckingen. „Wie die weitere Aufgabenverteilung aussieht, steht noch nicht endgültig fest“, erklärt Ulrike Lebert. So müssen weiterhin die Ministranten und Sternsinger betreut werden sowie das Frauen- und Gemeindeteam begleitet werden.

Doch das genügt Ulrike Lebert noch längst nicht. So möchte die neue Gemeindereferentin gerne die Familiengottesdienste mehr beleben und gestalten. Dabei denkt sie an eine gesangliche Zusammenarbeit mit dem Bezirkskantor Markus Makoviak. Ulrike Lebert frönt nämlich gemeinsam mit ihrem Mann Matthias, seit sie vor 16 Jahren nach Bad Säckingen gezogen ist, einem Hobby: Dem Singen im Münsterchor. 

Auf die Frage, was sie an ihrer Arbeit am meisten begeistere, muss Ulrike Lebert nicht lange nachdenken: „Es ist die Vielfalt des Berufes und der Menschen, die mich fasziniert. Vom Kommunionkind bis zu den Senioren. Das ist es, was den Beruf so abwechslungsreich macht.“ Und ihr Ziel für die Zukunft? „Gemeinsam mit dem Gemeindeteam und dem Pfarrgemeinderat das Miteinander in der Gemeinde, der Kirche, zu gestalten. Mitzuwirken an der Beantwortung der Frage: „Wie kann Kirche lebendig sein?“