Die Villa Berberich feiert ihr 35-jähriges Bestehen als Kulturhaus, was ein wunderbarer Anlass ist das zu würdigen, was das Haus seit über drei Jahrzehnten ausmacht: Das Erschaffen von Kunst. Konkret gemeint sind damit die verschiedenen Kurse, von Aquarellmalerei bis zum Holzschnitt, die fester Bestandteil des Kulturhauses sind. Denn die Villa Berberich gibt Kunstwerken nicht nur Raum, im Sinne des Präsentierens, sondern ist auch ein Ort, wo Ideen in Form von Kunst verwirklicht werden.

Sie freuen sich, dass auch nach 35 Jahren in städtischem Besitz die Kultur in der Villa Berberich weiterhin aufblüht: Bürgermeister Alexander Guhl, Kulturreferentin Christine Stanzel und Bad Säckingens ehemaliger Bürgermeister Günther Nufer, in dessen Amtszeit das Haus von der Stadt erworben wurde. Bild: Maria Schlageter
Sie freuen sich, dass auch nach 35 Jahren in städtischem Besitz die Kultur in der Villa Berberich weiterhin aufblüht: Bürgermeister Alexander Guhl, Kulturreferentin Christine Stanzel und Bad Säckingens ehemaliger Bürgermeister Günther Nufer, in dessen Amtszeit das Haus von der Stadt erworben wurde. Bild: Maria Schlageter

„Es ist ein gutes Duzend, was hier passiert“, freute sich Kulturreferentin Christine Stanzel bei der Vernissage der Jubiläumsausstellung am Freitagabend. Die neue Ausstellung widmet sich gänzlich den hauseigenen Kursen, die sich mit ihren Werken der Kursleiter und -teilnehmer in den Räumen im ersten Obergeschoss zeigen. Somit wird die Möglichkeit eröffnet, alles was in der Villa Berberich geschieht, auf einen Blick zu erleben. Der große Andrang an der Vernissage zeigte bereits, dass das Haus eine feste Institution der hiesigen Kulturlandschaft ist. Und die Besucher, die von einem Trompetenquartett der Jugendmusikschule bestens unterhalten wurden, sollten nicht enttäuscht werden.

Sechs verschiedene Kunstformen

Insgesamt waren beziehungsweise sind Kurse in sechs verschiedenen Kunstformen in der Villa Berberich beheimatet. Sie alle haben nun ihren Platz in der Jubiläumsausstellung. Als erster zog damals Hans Prell in das von der Stadt erworbene imposante Gebäude am Badmattenpark ein. Seine Leidenschaft galt der Fotografie. „Es ist spannend, was aus einer Faszination für etwas entstehen kann“, erläutert Stenzel, die darin so etwas, wie einen roten Faden sieht, der sich durch alle Kurskonzeptionen zieht – am Anfang steht immer die Faszination für eine Technik, ein Material. Ein „Urgestein“ der Villa Berberich ist Heidy Ludewig, die seit 1984 mit der Seidenmalerei das Kulturgebäude bereichert. „Es geht darum, wie etwas entsteht und warum etwas entsteht“, sagt Stanzel über Ludewigs Arbeiten, die anlässlich des Jubiläums bei einem Workshop hautnah erlernt werden können. Auch Bettina Hahn und Waltraud Ziegler beteiligen sich mit einer Vorführung der Holzbildhauerei an den eigens für das Jubiläum initiierten Veranstaltungen. Mit ihrer Arbeit führen sie das fort, was 1984 mit Dieter Ehm und der Maskenschnitzerei begonnen hat.

Künstlerische Vielfalt

Es zeigt sich also, dass in der Villa Berberich die kulturelle und insbesondere die künstlerische Vielfalt gelebt wird. So war auch schon die Porzellanmalerei, unter der Federführung von Irmgard Döbele, Teil des Hauses. Im Jahr 2000 kam mit Bettina Zielinski die Malerei in die Villa Berberich. Bis heute gibt sie unter anderem Kurse in Aquarellmalerei und ist ebenso in der Jubiläumsausstellung vertreten. Die sozusagen „jüngsten Bewohner“ der Villa Berberich sind Hanspeter Asal mit seinen Holzschnitten und Heidi Fullendorf, die ganz neuen Glanz mitbringt: sie beschäftigt sich in ihren Arbeiten viel mit Blattgold und Blattsilber.