Die Danceperados of Ireland nahmen das Publikum im Gloria-Thearer Bad Säckingen mit auf eine Reise durch die Zeit. Ihre Show "Whiskey You Are The Devil“ war eine Mischung aus Stepptanz, Musik und Hintergrundinformationen über Irland und seinen Whiskey.

Auch die Sänger und Musiker begeisterten das Publikum.
Auch die Sänger und Musiker begeisterten das Publikum. | Bild: Christiane Pfeifer

Die Formation trat an diesem Abend mit vier Tänzern, sechs Stepperinnen und sechs Musikern auf. Die Frontsängerin Geraldine MacGowan führte das Publikum mit viel Witz durch den Abend. Ihr war es wichtig zu erwähnen: "Alle Nummern sind live und ohne Playback, wir möchten ohne Netz und doppelten Boden agieren und eine authentische Show liefern.“

Eigenes Flair

Schon beim Betreten des Gloria-Theaters war klar: Heute ist etwas anders, ein leichter süßlicher Nebel lag überall in der Luft und verstärkte das Gefühl, einen Irischen Pub betreten zu haben. Auch der Name der Show "Whiskey You Are The Devil“ wurde bewusst gewählt. MacGowan sagte: "Wir möchten das richtige Irland, seine Geschichte und seine Musik zeigen.“

Vielfältig waren die Kostüme der Tänzer.
Vielfältig waren die Kostüme der Tänzer. | Bild: Christiane Pfeifer

Tanz und Musikeinlagen wechselten sich ab, das Publikum bekam bekannte Lieder wie "Whiskey In The Jar“, aber auch eigene Stücke zu sehen. Ganze 24 abwechslungsreiche Nummern brachten die Danceperados of Ireland auf die Bühne. Die Kostüme der Tänzer wechselten genauso oft wie das Tempo in den rhythmischen irischen Liedern. Von gewagt bis zum knöchellangen Rock war alles dabei.

Der Anteil für die Engel

Ein besonders schönes und warmes Bühnenbild bekam man bei der Interpretation des Stepptanzes "Angels’ Share“ zu sehen. Die Bühne war in einen warmen Goldton getaucht und die Tänzer trugen goldene Kleider und glänzende Gürtelschnallen. Angels’ Share bedeutet übersetzt so viel wie "Anteil der Engel“. Mit dem Angels’ Share wird der Anteil am Whiskey bezeichnet, der während der Lagerung in Eichenholzfässern verdunstet und so für die spätere Whiskeyabfüllung verloren geht. Dies verdeutlichten die Tänzer eindrücklich und mit vollem Körpereinsatz.

Disziplin gehört zu einer Stepptanz-Choreografie.
Disziplin gehört zu einer Stepptanz-Choreografie. | Bild: Christiane Pfeifer

Auch die Musiker konnten sich in der Show beweisen. Der Schlagzeuger Conor Moore war bei zwei Tanzchoreografien integriert und begeisterte das Publikum mit seiner Soloeinlage. Moore ist bekannt für seine Experimentierfreude, die er in der Show ausleben kann.

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Die Musiker ergänzten sich untereinander, das Bühnenbild war darauf abgestimmt und beleuchtete jeweils nur die aktiven Instrumente oder Sänger. Dies verstärkte den Effekt und die Zuhörer konnten sich auf die irischen Klänge fokussieren. Nach mehreren Zugaben und stehenden Ovationen des Publikums verabschiedete sich MacGowan mit den Worten: "Ich hoffe, Sie nehmen alle ein kleines Stück Irland in Ihrem Herzen mit nach Hause.“