Die Stadt Bad Säckingen sperrt die öffentlichen Spiel- und Bolzplätze mit Bauzäunen. So soll verhindert werden, dass sich Kinder dort treffen und mit dem Coronavirus anstecken.

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Die Stadt setzt das Spiel- und Bolzplatzverbot auch mit Kontrollen durch. „Wir haben nicht genügend Absperrmaterial, um die Spielplätze komplett zu verschließen, und setzen deshalb auf die Vernunft der Erwachsenen“, informiert Markus Haag vom Ordnungsamt Bad Säckingen.

Er zeigt Verständnis für die Kinder, aber er betont auch: „Man muss den Kindern klar machen, es geht um das Ansteckungsrisiko und die Ausbreitung.“ Die Benutzung von Spielplätzen ist im Moment komplett untersagt: „Wir führen mobile Kontrollen durch, bei Verstößen werden die Kinder heimgeschickt oder die Eltern angerufen.“

14 öffentliche Spielplätze

Die Stadt kontrolliert nur die rund 14 öffentlichen Spielplätze: „Für die privaten Spielplätze stehen die Hausverwalter in der Pflicht“, so Markus Haag. Er hofft, dass sich die Eltern und die Kinder an das Verbot halten: „Niemand möchte eine Ausgangssperre, wenn die Bevölkerung einsichtig ist, kommen hoffentlich keine weiteren Maßnahmen.“

Lichtblick in der Krise

Damit die Zeit zu Hause nicht zu eintönig wird, hat Haag einen Tipp für die Eltern: „Gehen sie mit den Kindern raus auf einen Spaziergang und beobachten sie mit ihnen die Natur.“ So kann man den Frühling erforschen oder die Tiere beobachten. Bei einem Waldspaziergang lässt sich allerlei finden und daraus etwas Basteln. Haag könnte sich auch vorstellen: „Man kann auch alte Spiele aus der eigenen Kindheit reaktivieren, vielleicht findet der ein oder andere noch ein Puzzle auf dem Dachboden.“ Für ihn hat die Krise auch einen Lichtblick für die Kinder: „Die Kinder und die Eltern haben endlich einmal Zeit füreinander.“

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