Der Comedian und Zauberkünstler Thomas Fröschle überraschte das Publikum am Sonntagabend im Gloria-Theater mit Illusionen aus dem Alltag. In seiner dritten Comedyshow „Ende Legende“ analysiert er Täuschungen und Enttäuschungen.

„In Las Vegas füllt er mit seinen Zaubershows die Hallen“, sagte Gloria-Intendant Jochen Frank Schmidt. Vor drei Jahren war Thomas Fröschle bereits mit seiner Zaubershow in Bad Säckingen. Mit seinem Programm „Ende Legende“ bekam das Publikum nun Antworten auf die brennenden Fragen des Alltags. Warum hat ein Vogel Strauß seinen Kopf noch nie in den Sand gesteckt? Warum kaufen wir Joggingbrot? Und Warum steht auf der Fischstäbchen „Fangfrisch“?

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„Eine Angenehme Täuschung, ist zum Beispiel der Push-Up-BH“, sagte Fröschle. Mit Illusionen kennt sich der Magier und Illusionist gut aus. Weniger angenehm seien die Inhalte mancher Verpackungen. Auf einem Flipchart sahen die Besucher zuerst die Bilder der bunten, vielversprechenden Verpackung und im Anschluss den tatsächlichen Inhalt. Zu den Spaghetti sagte Fröschle: „Das sieht doch aus, wie etwas aus dem Dschungelcamp.“ Geschickt wechselte Fröschle an diesem Abend die Themen und scherzte auch über sich selbst: „Ich bin handysüchtig und wollte schon eine Therapie machen, die treffen finden einmal in der Woche in der WhatsApp statt.“

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Auch die modern gestalteten Hotelzimmer hinterfragt Fröschle: „Eine Glaswand zum Badezimmer ist schön für frisch verliebte, aber nicht, wenn man sich mit Gerhard ein Zimmer teilt.“ Das gefaltete Dreieck im Toilettenpapier findet er befremdlich: „Ich brauche kein Klopapier-Origami.“

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Die musikalische Einlage gab der Künstler mit einer speziellen Ausrüstung: „Das einzige Instrument, das ich spielen kann, sind meine Karten.“ Bei dem Musikstück „Cards Percussion“ flogen die Karten im Takt von „Smoke On The Water“ oder dem Rockklassiker „We Will Rock You“ von einer Hand in die andere, verschwanden und tauchten in einem Kartenregen wieder auf.

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Mit seiner „Interview-Schere“ wurden die Gäste mit einbezogen. Fröschle fragte: „Stellen Sie sich eine bekannte Persönlichkeit vor.“ Der Geheimnisvolle Umschlag, der von der Decke hing, enthielt die identische Antwort. „Täuschungen“, so der Illusionist „gehören ins Theater, Literatur und Filme, im wahren Leben oder der Medizin sollte man sich vor ihnen hüten.“

Mit der Interview-Schere interagierte Thomas Fröschle mit dem Publikum und ging den Täuschungen im Alltag auf den Grund.
Mit der Interview-Schere interagierte Thomas Fröschle mit dem Publikum und ging den Täuschungen im Alltag auf den Grund. | Bild: Christiane Pfeifer
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Ein wenig überrascht war Fröschle, dass seine beiden vorhergehenden Comedyshows unter den Zuschauern im Gloria-Theater nicht bekannt waren. Diese bekamen als dritte Zugabe das Stück „McDonald’s“ geliefert. Der Künstler nahm sich zum Abschluss Zeit für Autogramme und Gespräche mit den Gästen. Jochen Frank Schmidt zeigte sich am Ende überzeugt: „Wenn er das nächste Jahr auftritt, ist seine Show hier ausverkauft.“

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