Auf ein seit Jahrzehnten vertrautes Gesicht in der Metzgerei Pfaff in Bad Säckingen müssen die Kunden in Zukunft verzichten: Alfred Beeskow, seit 1979 in der Metzgerei Pfaff als Metzgermeister tätig, hat sich in den Ruhestand verabschiedet. „Alfred Beeskow und die Metzgerei sind unzertrennlich miteinander verbunden“, sagt Ulrike Pfaff, die gemeinsam mit ihrem Vater Ulrich die Geschäftsführung der Metzgerei innehat. „Er war nach außen hin das Gesicht des Unternehmens.“

Schon als Schüler arbeitet er in der Metzgerei

Im April 1979 kam Alfred Beeskow zur Metzgerei Pfaff. Damals war das Unternehmen auf der Suche nach einen Filialleiter für das Geschäft in der Murger Hauptstraße. Das Metzgerhandwerk hat der Hochsaler in der Laufenburger Metzgerei Kurt Baumgartner gelernt. Schon vor seiner Ausbildung ist er täglich nach der Schule in die Laufenburger Metzgerei gegangen und hat sich etwas Geld nebenbei verdient.

Liebe zum Produkt

So ist schon früh seine Liebe zum Produkt entstanden. „Herr Beeskow hat es immer geschafft, diese Liebe und Wertschätzung zum Produkt auch seinen Kunden weiterzugeben“, sagt Ulrike Pfaff. Zehn Jahre hat Beeskow nach seiner Ausbildung in der Metzgerei Baumgartner gearbeitet, bevor er nach Murg gewechselt hat. 20 Jahre war Alfred Beeskow der Metzger in Murg und hat die Metzgerei zu einem gefragten Ort für die örtlichen Vereine ausgebaut, die regelmäßig von dort aus beliefert worden sind. 1999 wechselte er dann ins Haupthaus nach Bad Säckingen.

Fachmann im Umgang mit Fleisch

Auch dort machte sich Alfred Beeskow schnell einen Namen als Fachmann dafür, wie man ein Stück Fleisch richtig bearbeitet und zubereitet. Manchmal gab er auch Rezepttipps weiter. Nicht nur deshalb machten ihm die Kunden den Abschied in den Ruhestand nicht leicht: „Es wächst einfach alles zusammen in diesen vielen Jahren und viele Kunden kamen deshalb, brachten mir Karten oder Geschenke“, dabei fängt die Stimme von Beeskow jetzt doch ein wenig an zu zittern. „Es ist wirklich ergreifend.“

Konsequenter Schlussstrich

Auch wenn ihm der Abschied von seinem Arbeitsplatz schwerfällt, wird er einen konsequenten Schlussstrich ziehen. „Ich komme nur noch zum Einkaufen vorbei“, sagt er. Ansonsten wird er sich aus dem täglichen Geschäft heraushalten und auch nicht nur stundenweise dort aushelfen. „Ich bin doch dann gar nicht mehr drin im täglichen Geschäft und da bin ich mehr hinderlich als hilfreich“, ist er überzeugt.