Angelo De Rosa ist ein Einzelkämpfer der Partei die Linke im Bad Säckinger Gemeinderat. Doch geht es nach dem 52-jährigen Politiker, soll sich das bei der Kommunalwahl im Mai ändern. Hierfür hat der Ortsverband der Linken nun die ersten sechs Kandidaten präsentiert, die an den Gemeinderatswahlen 2019 teilnehmen wollen.

Neben Angelo De Rosa, mittlerweile seit fünf Jahren Stadtrat in Bad Säckingen, zählen auch Florian Rizzo, Andreas Guhl, Daniel Knopf, Peter Müller und die parteilose Martina Wiepcke zum Kandidatenkreis. Letztere kämpfte in der Vergangenheit mit der Bürgerinitiative für den Erhalt des Krankenhauses. "Leider ohne Erfolg", sagt die 57-Jährige. Seither setzt sie sich für den Gesundheitsstandort Bad Säckingen ein.

Gesundheitscampus als Wahlkampfthema

Eben der Gesundheitsstandort Bad Säckingen soll das Schwerpunktthema im Wahlkampf der Linken werden, erklärt Angelo De Rosa: "Wir alle waren nach der Schließung des Spitals sehr enttäuscht und stehen jetzt für den Aufbau des Gesundheitscampus." Dieser, so De Rosa weiter, dürfe nicht in die Jahre gehen, sondern müsse so schnell wie möglich angepackt und umgesetzt werden. De Rosa sitzt auch im Aufsichtsrat der städtischen Gesundheitscampus GmbH.

Die Gesundheisversorgung soll allerdings nicht das einzige Thema der Linken bleiben: "Bad Säckingen braucht mehr bezahlbaren Wohnraum, auch dafür stehen wir", sagt Daniel Kopf, 28 Jahre alt. Parteikollege Peter Müller sieht das änlich: "Es werden viele Eigentumswohnungen gebaut, das hilft aber nicht den einfachen Leuten", sagt er. Zudem, so fügt De Rose hinzu, werde er sich dafür einsetzen, dass die "Fußgängerzone nicht zum Radrennweg wird".

Inoffizieller Kandidatenkreis für Kreistag

Erst am Donnerstag wurde Angelo De Rosa zum Vorsitzenden des Bad Säckinger Ortsverbandes gewählt. Über die Zahl der Genossinen und Genossen, die sich nun auf der Liste der Linken bei den Gemeinderatswahl antreten wollen, freut er sich. "Ich hatte mit weniger gerechnet", sagt De Rosa. Zwei weitere Kandidaten entscheiden sich zudem im Januar, ob sie antreten wollen. Dann muss der Ortsvberband bei einer Nominierungsversammlung die Kandidatenliste bestätigen. Und auch für den Kreistag gebe es bereits einen inoffiziellen Kandidatenkreis von zwölf Personen – zu denen auch De Rosa zählt.

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