Dafür, dass auch ein relativ kleiner Verein dank der Einsatzbereitschaft und Flexibilität seiner Mitglieder eine Menge erreichen kann, sind die Hochrhein-Paddler das beste Beispiel: Ihr Drachenboot-Team ist sportlich außerordentlich erfolgreich und die Mitglieder haben in Eigenarbeit ihr Vereinsgelände neu gestaltet. Am Samstag wurde die Anlage in Anwesenheit zahlreicher Gäste eröffnet.

Der Vorsitzende Matthias Eschbach (rechts) hielt die Eröffnungsrede und verlas den Richtspruch.
Der Vorsitzende Matthias Eschbach (rechts) hielt die Eröffnungsrede und verlas den Richtspruch. | Bild: Michael Gottstein

Der Vorsitzende Matthias Eschbach verlas den Richtspruch und ließ mit ein wenig Stolz die Leistungen der Vergangenheit Revue passieren: Im November 2008 beschloss eine Handvoll Wassersportbegeisterter, einen Verein zu gründen. Die Stadtgärtnerei überließ diesem einen Teil ihres Geländes am Rhein, wofür Eschbach der Stadt, vertreten durch Bürgermeister Alexander Guhl und den Umweltbeauftragten Ralf Däubler, seinen Dank aussprach.

Das Vereinsgelände mitsamt der neuen Bootshalle wurde in Eigenleistung neu gestaltet.
Das Vereinsgelände mitsamt der neuen Bootshalle wurde in Eigenleistung neu gestaltet. | Bild: Michael Gottstein

Das erste Bauprojekt war der 2013 errichtete Steg, wofür einige bürokratische Hürden zu überwinden waren. Noch eine geraume Zeit mussten die Wassersportler mit Provisorien auskommen, etwa den Containern, die als Umkleideräume dienten, und Gerüstbauteilen, auf denen die Boote gelagert, aber nur notdürftig vor der Witterung geschützt waren.

Der hölzerne Drache erinnert an den Namen des international erfolgreichen Drachenboot-Wettkampfteams Thunder Dragons.
Der hölzerne Drache erinnert an den Namen des international erfolgreichen Drachenboot-Wettkampfteams Thunder Dragons. | Bild: Michael Gottstein

In den vergangenen sechs Monaten waren die Mitglieder mit viel Tat- und Entschlusskraft im Einsatz und bauten eine Bootshalle und Grillstelle, säten Rasen an und schufen einen Platz zum Beisammensein. Pünktlich zum zehnjährigen Bestehen entstand so das Hauptquartier für das sportlich ambitionierte Drachenboot-Team Thunder Dragons, aber auch ein Ort für den Breitensport, wo jeder eingeladen ist, die Sportarten rund ums Paddeln kennenzulernen – Kanu, Stehpaddeln auf dem Surfbrett, Kajak, Drachenboot und Kanadier sind einige Beispiele aus dem Programmangebot. „Der Verein ist auch offen für Menschen mit Behinderung und jeder kann unverbindlich zum Training kommen und sehen, ob etwas für ihn dabei ist“, erklärte der Vorsitzende. Künftig möchte der Verein noch den Sanitärbereich ausbauen.

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Besonders stolz sind die Hochrhein-Paddler darauf, dass sie für die umfangreichen Bauarbeiten keine externen Fachleute hinzuziehen mussten: „Wir haben in unseren Reihen genügend Fachleute und konnten alles selbst planen und aufbauen.“ Nicht einmal Fördermittel des Badischen Sportbundes wurden benötigt, denn diese zu beantragen, hätte zu lange gedauert.

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Matthias Eschbach dankte den Mitgliedern und den Firmen, die den Verein unterstützt hatten, sowie dem Technischen Hilfswerk, der Feuerwehr, der Stadtgärtnerei und den anderen Vereinen, mit denen die Wassersportler eine gute Nachbarschaft pflegen. Anlässlich der Einweihungsfeier hatten die Gäste die Möglichkeit, auf dem Drachenboot mitzufahren, was sie gerne und in großer Zahl taten.