Seit 7. März 2017 besteht der Bürgerverein Daheim in Harpolingen. Durch seine vielfältigen Aktivitäten hat er sich im Ort fest etabliert und trägt neben den übrigen Vereinen zu mehr Lebensqualität im Bad Säckinger Ortsteil bei. Dass der Bürgerverein Harpolingen bewegt, zeigt die positive Resonanz seitens der Dorfbewohner. Auch im Jahr 2018 gelang es den Vereinsmitgliedern, bedeutende Akzente auf dem Weg zum Vereinsziel zu setzen, einer zukunftsfähigen und generationsübergreifenden Entwicklung des Stadtteils Harpolingen beizutragen.

Der dekorierte Dorfbrunnen trägt zu einem freundlichen Erscheinungsbild des Dorfs bei.
Der dekorierte Dorfbrunnen trägt zu einem freundlichen Erscheinungsbild des Dorfs bei. | Bild: Hans-Walter Mark

Vier Workshops mit professionellen Moderatoren und Fachvorträgen zum Thema „Harpolingen braucht eine lebendige Dorfmitte“ brachten wichtige Erkenntnisse und Ideen für eine mögliche zukünftige Dorfentwicklung. Die Bürger beschäftigten sich mit zentralen Themen wie der Gestaltung des Dorfplatzes, generationengerechter Ortsentwicklung, Mobilität, Stärkung der Infrastruktur (Gasthaus, Dorfladen) sowie Fragen zur Umsetzung (Genossenschaftswesen). Interesse an den Workshop-Ergebnissen zeigte auch Margit Ulrich, die neue Stadtbaumeisterin von Bad Säckingen, die für die Stadtentwicklung zuständig ist. Dass der Verein nicht nur plant, sondern auch umsetzt, zeigt zum Beispiel das Mitfahrerbänkle nach Bad Säckingen, das bereits im Frühjahr in Betrieb genommen wurde.

Projektgruppen je nach den persönlichen Fähigkeiten

Als großer Schritt zur Verbesserung der Infrastruktur initiierte der Bürgerverein den Anschluss des Wohngebiets „Schweizerblick“ ans schnelle Internet. Ein Anliegen des Vereins ist es bei alledem, dass sich die Vereinsmitglieder in einem selbst gewählten, zeitlich begrenzten Umfang mit ihren Fähigkeiten für das Dorf einsetzen können.

Ob bei der Baumschneideaktion, bei der Pflege der Grünflächen oder der Obstsammelaktion, es haben sich immer wieder neue Leute gefunden, die mitwirkten, freut sich die Vorsitzende Christine Oechslein. Rund 30 Zentner Obst hat die Fachgruppe Grünpflege insbesondere bei Personen geerntet, die dazu selbst nicht mehr in der Lage waren. Der daraus gewonnene Apfelsaft wurde zum Selbstkostenpreis abgegeben. Auch Hecken und Rabatten wurden wieder mit viel Fleiß und Liebe gepflegt.

Ein voller Erfolg war die Mostaktion. Rund 30 Zentner Obst wurden geerntet. Von links: Christina Büche, Wolfgang Büche, Christine Oechslein und Walter Oechslein.
Ein voller Erfolg war die Mostaktion. Rund 30 Zentner Obst wurden geerntet. Von links: Christina Büche, Wolfgang Büche, Christine Oechslein und Walter Oechslein. | Bild: Hans-Walter Mark

Unter dem Motto „Essen in Gesellschaft“ bot die Fachgruppe Senioren die Möglichkeit, im Dorf oder in Wallbach zu einem günstigen Preis zu Mittag zu Essen. Diese Gelegenheit zur Kontaktpflege haben zahlreiche ältere Menschen regelmäßig genutzt. Ein Angebot zur Begegnung von Jung und Alt ist der Bouleplatz auf dem Sportplatz, den die Ortsverwaltung mitfinanziert hat.

Weitere Veranstaltungen, die den Zusammenhalt im Ort, den gegenseitigen Austausch sowie die musischen und künstlerischen Vorlieben fördern, sind die Lagerfeuermusik, ein Treff für Gitarrenspieler und Freunde des Musizierens, der Hock rund um den Dorfbrunnen sowie ein offener Malkurs. Am Herzen liegt dem Bürgerverein auch das religiöse Leben im Dorf.

Unterstützung für Vereine

Damit die Herz-Jesu-Kapelle wieder als Mittelpunkt des Dorfs wahrgenommen wird, wurden Konzerte und Veranstaltungen in der Kapelle organisiert. Auch das Angebot des Vereins, mit Alt und Jung auf dem Dorfplatz Palmen für den Palmsonntag zu basteln, soll religiöse Traditionen erhalten. Selbstverständlich für den Bürgerverein ist die Unterstützung der anderen Vereine im Dorf, so beispielsweise beim Jubiläum des Musikvereins.

Ein großes Lob zollt die Vorsitzende Christine Oechslein den Fachgruppen, die selbstständig, ideenreich und mit großem Einsatz ihre Projekte durchführen. Sie freut sich auch über das gute Einvernehmen mit der Stadt, insbesondere mit der Stadtgärtnerei und darüber, dass es immer wieder Bewohner gibt, die die fleißigen Helfer des Bürgervereins bewirten und dadurch deren Arbeit wertschätzen.