Martin Luding hat im Gloria-Theater einen urkomischen Blick auf die Unterschiede zwischen Frau und Mann geworfen. Das Solostück „Caveman“ wird am Broadway aufgeführt und feiert seit einigen Jahren auch Erfolge in Deutschland. Martin Luding verkörpert den Mann von heute mit allen Unsicherheiten, wie sich ein solcher verhalten muss.

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Luding sagte: „Als Junge war die Welt noch in Ordnung, wir spielten Wettkampfspiele mit Ball und fuhren Bonanza-Fahrräder.“ Mit dem Erwachsenwerden kam auch die Selbstfindung als Mann. Er meinte: „Das ideal eines Mannes in den 50ern war ein Schweigsamer Typ auf einem Pferd, in den 60ern auf einer Harley und in den 70ern kam plötzlich Woody Allan als Sexsymbol.“

Das Publikum wusste sofort die Antwort auf die Frage, welche zwei Liebesfilme in den 90er Jahren populär waren: „Pretty Woman“ und „Ghost“. Luding ist sich sicher: „Da kann kein realer Mann mithalten.“ Besonders schön war die Stimme des Künstlers, von tiefem Grunzen bis hin zu den hohen weiblichen Tönen verkörperte er beide Geschlechter mit Witz und Ironie.

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Inspiriert durch seinen Urahn, den Steinzeitmenschen, geht er dem Geheimnis auf den Grund, warum Männer und Frauen sich dermaßen unterscheiden. Die Zuschauer lachten Tränen bei der Unterhosen-und-Socken-Anrufung, um den Boden zu weihen. Dabei wird ihm die Erkenntnis offenbart, dass Frauen Sammlerinnen und Männer Jäger sind. Die Sammlerin geht gerne einkaufen, lagert und will umherstreifen und entdecken. Der Mann will durch die Programme jagen und mit der Fernbedienung durch die Programme zappen.

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Luding ist sich sicher: „Männer können nur eine Sache auf einmal, deshalb drehen sie auch das Autoradio leiser, wenn sie sich verfahren haben.“ Versöhnlich wird Luding gegen Ende: „Erinnert Ihr Euch noch an den Anfang Eurer Beziehung? Ihr wolltet alles über den anderen erfahren und in seine Welt eintauchen.“ Ludin sagte: „Meine Frau ist eine furchtbar starke Frau, aber wenn ich Heike abends schlafen sehe, dann möchte ich sie beschützen.“ Der kurzweilige Abend endete mit einem intimen, versöhnlichen Telefonat mit Heike. Mittlerweile gibt es auch eine Darstellerin, die „Cavewoman“ verkörpert und den Blick ins Innere einer Beziehung aus weiblicher Sicht gewährt.