Es sei ein Projekt von der Bevölkerung für die Bevölkerung, sagte der Gemeindeammann von Stein, Beat Käser, beim Spatenstich zur Aufwertung des Rheinuferwegs auf der Schweizer Rheinuferseite gegenüber von Bad Säckingen. In zwei Workshops hatten sich interessierte Steiner beteiligt, um konkrete Maßnahmen für die Uferpromenade auszuarbeiten. Im Sommer 2018 hatte die Gemeindeversammlung einen Kredit über rund 1,4 Millionen Franken für das Projekt bewilligt.

Die erste Bauetappe des rund einen Kilometer langen Wegs befindet sich am Kopf der Holzbrücke. Dort wird es einen Zugang zum Wasser mit einer 20 Meter breiten Treppe geben. „Wir müssen uns an dieser Stelle mit den Arbeiten beeilen und diese abschließen, bevor die Laichzeit beginnt“, sagte Roland Gröflin, Leiter des Bereichs Bau und Planung. Insgesamt müsse man bei dem Projekt auf vieles Rücksicht nehmen. Uferschutz, Naturschutz und Denkmalschutz, nannte Gröflin als Beispiele.

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Neben dem Bau einer Treppe mit Zugang zum Wasser wird der komplette Rheinuferweg von der Zolltreppe aus stromabwärts bis zur Adlerterrasse komplett saniert. „Wenn wir keinen harten Winter haben, gehe ich davon aus, dass das Projekt im April beendet ist und zum Sommer hin, pünktlich zur Badesaison, der Rheinuferweg eingeweiht werden kann“, sagte Gröflin.

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Bis dahin soll auch eine Riviera mit einer Grillstelle mit Brennholzgestell und mehreren Sitzbänken entstehen. An einer größeren Nische am Uferweg soll ein Bereich für Sport und Spiel entstehen. Zudem wird ein kleiner Aussichtssteg mit Informationstafeln gebaut. Durch ein dort installiertes Fernrohr kann die Natur beobachtet werden. Bei der Adlerterrasse ist eine gestalterische Aufwertung mit einer Pergola vorgesehen, die im Sommer Schatten spendet. Die Ausstiegshilfe für Schwimmer wird flussaufwärts verlegt und neu mit Natursteinen gestaltet.

„Wir gehen von einem zusätzlichen jährlichen Zeitaufwand von 65 Stunden aus, um den Rheinuferweg in Schuss zu halten“, sagte Gröflin. Vor dem Hintergrund, dass Stein durch den neuen Rheinuferweg einen „attraktiven Naherholungsraum“ bekommt, ist die Beat Käser der Aufwand allemal wert.