Der Empfang zum Fridolinstag in Bad Säckingen fand im Kursaal unter höchsten Sicherheitsmaßnahmen statt. Zu Händedesinfektion, weit auseinandergerückten Stühlen, Servicepersonal mit Handschuhen kam hinzu, dass jeder der nicht angemeldeten Gäste sich bei Betreten des Kursaals mit Name und kompletter Adresse in eine Liste eintragen musste. Damit zollten die Veranstalter dem Vermeiden des Coronavirus höchsten Tribut.

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Neben zahlreichen Würdenträgern der Kirche konnte Bürgermeister Alexander Guhl zahlreiche Gäste aus der Politik begrüßen, so die Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter (SPD), den CDU-Bundestagsabgeordneten Felix Schreiner, die CDU-Landtagsabgeordnete Sabine Hartmann-Müller sowie Landrat Martin Kistler. Auch der ehemalige Regierungspräsident Norbert Nothhelfer hatte den Weg in seine Geburtsstadt angetreten. Hinzu kamen weitere Honoratioren aus der Umgebung und der benachbarten Schweiz.

Wie sich Christ sein äußert

Guhl referierte zum Thema Christ sein und woran man dies erkennen könne. „Es kann nicht das entscheidende Kriterium sein, ob jemand den Gottesdienst besucht. Entscheidend ist für mich, dass jemand sein Leben so lebt, dass er gerade im Alltag die christlichen Werte lebt und seine Umgebung auch merkt, dass er die frohe Botschaft nicht nur in sich trägt, sondern diese auch nach außen trägt.“

Auch zur Gleichberechtigung von Mann und Frau machte sich Guhl seine Gedanken, ebenso zu Gewalt, Zwietracht und Hass in der Gesellschaft, wodurch die christliche Kernbotschaft mit Füßen getreten werde. Gerade nach Hanau gelte es auch, der „rechten Gewalt“ entschieden entgegenzutreten. „Die wichtigste Kernbotschaft ist die Nächstenliebe“, schloss der Bürgermeister.

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Der Zelebrant und Festprediger, Weihbischof Christian Würtz, zeigte sich beeindruckt über den Einsatz der Helfer beim Fridolinsfest. Neben Betrachtungen zur Gleichberechtigung blickte Würtz auch in die Zukunft: „Nach dem Urteil über Sterbehilfe wird uns noch einiges erwarten.“ Der Landratspräsident des Kantons Glarus, Peter Rothlin, machte einen ausführlichen Exkurs in die Geschichte von Glarus und erläuterte die Verbindung über St. Fridolin zu Bad Säckingen. Und auch Raimund Boltz, Obmann des Freundeskreises Bad Säckingen-Purkersdorf, grüßte mit einem „Servus“ aus der österreichischen Partnerstadt.