Barrierefreiheit ist das Thema, dem das Demografie-Strategische Forum Bad Säckingen (DSF) im laufenden Jahr bei seiner Arbeit besonderes Gewicht beimessen will. Zweites Schwerpunktthema für 2016 ist die Intergenerativität, das Miteinander aller Generationen. Auf der Agenda des DSF bleiben soll bei alledem die Beschäftigung mit den Problemen bei der medizinischen Versorgung in der Region, sagte Vorsitzender Hartmut Fricke anlässlich des Mitglieder-Treffens am Donnerstagabend. Hier stünden gewaltige Verwerfungen bevor. Vielen sei das nicht bewusst, genauso wenig wie dieses: Barrierfreiheit ist ein Menschenrecht. Festgehalten ist das in der Behindertenkonvention der Vereinten Nationen (UN).

Über den genauen Sachverhalt klärte am Donnerstag Annerose Schöke-Philipp auf. Grundlage für eine gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Behinderungen ist eine möglichst umfassend barrierefrei gestaltete Umwelt. Dass es in dieser Hinsicht auch Bad Säckingen – und der Region noch eine Menge zu tun gibt, steht außer Frage. Das bestätigte am Donnerstag auch Morena Eckert aus eigener Erfahrung. „Länder und Kommunen sind in der Pflicht, Barrierefreiheit zu gewährleisten“, sagte Annerose Schöke-Philipp, und das weitgehend bis 2020.

Das DSF siehe es deshalb als seine Aufgabe an, das Grundrecht auf Barrierefreiheit den Menschen in der Stadt nahezubringen. Zuvorderst sollen alle Hindernisse in Bad Säckingen nochmals unter die Lupe genommen und eine Prioritätenliste für die nächsten vier Jahre erstellt werden. Wie Fricke erklärte, habe Bürgermeister Alexander Guhl Unterstützung zugesagt. Der DSF sieht sich in einer koordinierenden Funktion, will alle Interessierten und Betroffenen einbinden. Eng vernetzt sei das DSF etwa mit dem erfahrenen VdK, aber auch mit dem Behindertenbeirat. Kritisch betrachtet wurde am Donnerstag der Entscheid des Gemeinderats, die Mittel für einen Lift im Rathaus wieder aus dem Haushalt zu nehmen, genauso der öffentliche Nahverkehr im Kreis, der sich mit dessen barrierefreier Gestaltung sehr viel Zeit lasse.

Beim zweiten Schwerpunktthema, der Intergenerativität, sollen Ideen für entsprechende Aktivitäten entwickelt werden. Bereits angedacht sind ein Filmabend und Projekte mit Schulen.

Bei seinem Rückblick auf die Arbeit des Jahres 2015 verwies Fricke unter anderem auf den DSF-Flyer Wohnen und Leben im Alter. Dieser sei sehr gut angekommen. Die Auflage von 1000 Stück sei nahezu vergriffen. Der Flyer kann auch auf der Homepage des Vereins heruntergeladen werden.


Der Verein

Wesentliche Ziele des Demografie-Strategischen Forums Bad Säckingen (DSF) sind, die Öffentlichkeit für demografische Themen zu sensibilisieren und Handlungsempfehlungen für die Stadt zu erarbeiten. Das DSF ist ein offenes Forum. Jeder Bürger ist eingeladen, sich einzubringen. Vorsitzender ist Hartmut Fricke.

Informationen im Internet:

www.dsf-bs.info