Noch ist das Sozialkaufhaus "SäckingHandKaufHaus" noch nicht offiziell seiner Bestimmung übergeben, die Eröffnung wird erst Anfang des neuen Jahres erfolgen. Doch um das Sozialkaufhaus unter den Bürgern der Region bekannt zu machen und die Gelegenheit zu bieten, Deko und Geschenke für den weihnachtlichen Gabentisch zu kaufen, hat sich die Awo entschlossen, in dieser Woche an drei Sonderverkaufstagen von Donnerstag bis Samstag seine Türen zu öffnen.

Gleichzeitig möchten die Organisatoren herausfiltern, welche Waren am ehesten gefragt sind oder von den Kunden benötigt werden. Bereits am ersten Verkaufstag wurde das Sozialkaufhaus geradezu bestürmt, das neben dem Leiter des Sozialkaufhauses, Jürgen Albiez, aus Ehrenamtlichen besteht. Rund 180 Besucher kamen in die ehemalige Fabrikhalle in den Räumen der Wallbacher Bildungseinrichtung Christiani in der Rheinvogtstraße. Viele kamen aus Neugierde, die Wenigsten gingen mit leeren Händen wieder. Zudem boten viele ihre Hilfe als Ehrenamtliche an. Am Freitag fanden sich auch Bad Säckingens Bürgermeister Alexander Guhl, Wallbachs Ortsvorsteher Fred Thelen sowie Thomas Bomans, Geschäftsführer der Awo, zu einem Besuch ein.

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„Alle waren begeistert“, fasste Jürgen Albiez die Aussagen der Besucher des Vortags zusammen, denen gefiel, was sie sahen: Die verschiedensten Themenbereiche, unter anderem für Bücher, Kleidung, Schuhe, Geschirr, Glas, Porzellan oder Dekogegenstände, besonders für die Weihnachtszeit. Noch müsse man erst einmal herausfinden, wo der Bedarf bei den Kunden liege, welche Waren in erster Linie gesucht würden. Im Anschluss daran könne man dann auch potenziellen Spendern an die Hand geben, was im Kaufhaus gebraucht werde, erklärte Albiez. Das Sozialkaufhaus solle auch für junge Leute attraktiv gemacht werden, mit moderner Kleidung in guter Qualität.

Geplant ist, regelmäßig über die sozialen Medien zu informieren, was aktuell an neuer Ware angeboten wird. Mit dem Scheffel-Gymnasium würde man gerne eine Kooperation eingehen, dass Schüler hier ein Sozialpraktikum absolvieren. „Das vorsichtig optimistische Ziel ist es, Arbeitsplätze zu genieren“, führte Thomas Bomans die Pläne für die Zukunft aus. Dafür sei man aktuell in Gesprächen mit der Agentur für Arbeit. Dringend benötigt werde jetzt ein ehrenamtlicher Elektrikermeister, denn nur dieser darf die elektronischen Geräte freigeben, die im Lager stehen, wie Fernseher, Drucker und Ähnliches. Sie müssen vor dem Verkauf auf ihre Sicherheit geprüft werden.

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Bürgermeister Alexander Guhl zeigte sich beeindruckt: „Wenn man die ersten Fotos sah und wie Jürgen Albiez das alles baulich umgesetzt hat – ich hätte nie geglaubt, dass es so schön wird. Viele pfiffige Ideen.“ Ortsvorsteher Fred Thelen gefiel ebenso, was er sah: „Das wird bestimmt eine Bereicherung für das Dorf.“ Trotzdem kam er nicht umhin, zu sagen: „Ich habe nie einen Hehl daraus gemacht, dass ich den Standpunkt etwas unglücklich finde.“