Im Mittelpunkt der ersten Ortschaftsratssitzung in Harpolingen der neuen Legislaturperiode standen die Mittelanmeldungen für den Doppelhaushalt 2020/2021. Als dringlichste Maßnahme sehen die Ortschaftsräte die Erneuerung der etwa 20 Jahre alten und störungsanfälligen Zentralheizungsanlage an. Des Weiteren auf der Dringlichkeitsliste steht die energetische Sanierung des Nebengebäudes (Milchhüsle), in dem sich das Probelokal des Musikvereins befindet.

Das könnte Sie auch interessieren

Dazu gehören neue Fenster sowie die Instandsetzung des Daches mit dem Anbringen einer Photovoltaikanlage und die Erneuerung der Südfassade. Diese Maßnahmen waren, wie auch die Instandsetzung der Wasser- und Heizungsleitungen sowie der Prallschutz der Stahlstützen im Gemeindesaal, bereits im Haushalt 2018/19 enthalten.

Das könnte Sie auch interessieren

Obwohl der Gemeinderat die Vorhaben genehmigt hatte, wurden sie aus verschiedenen Gründen nicht ausgeführt. Laut Ortsvorsteher Torsten Weimer ging dem Stadtteil Harpolingen damit eine fünfstellige Summe verloren, die im „Finanztopf“ der Stadt landete. Aufgrund gesetzlicher Vorgaben sind der Umkleidebereich und die Gerätschaften der Feuerwehr räumlich zu trennen. Aus diesem Grund soll die Einsatzkleidung im ehemaligen Kindergartenraum im Nebengebäude untergebracht werden, was mit eventuellen baulichen Maßnahmen verbunden ist. Die damit einhergehende Erneuerung der Toiletten soll ebenfalls Eingang in den nächsten Doppelhaushalt finden. Torsten Weimer sprach sich dafür aus, zu prüfen, ob die Einzelmaßnahmen nicht durch eine Generalsanierung über den Finanzhaushalt getätigt werden können.

Weitere Wünsche

Da der Gesetzgeber vorschreibt, dass die Bushaltestelle barrierefrei gestaltet werden muss, stehen weitere Umbaumaßnahmen an, die den Haushalt belasten. Weimer schlug vor, in diesem Zusammenhang den Belag des gesamten Dorfplatzes zu erneuern und die Spielgeräte des Kindergartens mit einer temporären Beschattungsanlage zu versehen. Weiter auf der Wunschliste des Ortschaftsrats stehen die Renovierung des Ortsverwaltungsbüros sowie die Erhöhung der Pauschale für Dienstreisen von 100 Euro auf 1000 Euro. Aus dem Etat des Ortes stehen laut Weimer noch etwa 8000 Euro zur Verwendung zur Verfügung.