Sein Alter von gerade einmal 25 Jahren hat dem Neugemeinderat Sherepreet Schwer in der konstituierenden Gemeinderatssitzung seinen ersten großen Auftritt beschert, denn gemeinsam mit dem dienstältesten Stadtrat Fred Thelen durfte er stellvertretend für das Gesamtgremium den Amtseid sprechen. Nun will der Mann, der für die Freien Wähler am Bad Säckinger Ratstisch Platz genommen hat, schnellstens ans Werk gehen. „Ich bin motiviert und freue mich darauf, Vollgas zu geben.“

Der 25-jährige Sherepreet Schwer ist in der Trompeterstadt geboren, aufgewachsen und fest verwurzelt, wie er sagt. Hier arbeitet er als Notfallsanitäter in Diensten des DRK-Kreisverbandes Säckingen. Hier engagiert er sich im Vereinsleben – etwa als Fachberater Ortsjugendleiter der größten THW-Jugendabteilung Deutschlands mit 106 Kindern und Jugendlichen im Alter von sechs bis 17 Jahren. Hier ist er bei der Fasnacht als Trompeter der Gasseschulbären am Start, und hier hat er als Mitglied des Jugendparlaments seine ersten kommunalpolitischen Schritte gemacht. „Ich lebe gerne hier“, sagt er ohne Umschweife. Und so war die Bewerbung um einen Sitz im Gemeinderat nur die logische Konsequenz. Denn: „Es gibt immer Verbesserungspotential in einer Stadt. Und daran möchte ich mitwirken.“ Bei der Wahl brachte er es aus dem Stand auf das drittbeste Ergebnis der Freien-Wähler-Liste.

Themen wie die Gesundheitsversorgung oder der Katastrophenschutz, aber auch die Unterstützung des Ehrenamts liegen ihm aufgrund seines eigenen Engagements besonders nahe, wie er sagt. Den Gesundheitscampus wertet er dabei als eines der Zukunftsprojekte schlechthin: „Hier wurde schon eine Menge bewegt, und es gibt viele gute Ideen. Da müssen wir am Ball bleiben und das Projekt weiter kritisch begleiten.“

Als persönliches „Herzensvorhaben“ bezeichnet Schwer das Thema „Wohnen in der Stadt“. Denn hier sieht er großen Handlungsbedarf: „Bezahlbarer Wohnraum für junge Leute, die nur über ein schmales Einkommen verfügen, ist in der Stadt Mangelware.“ Hier würde er gerne ansetzen und etwas voranbringen. Das sei sicherlich nicht einfach, wie Schwer sehr wohl weiß: „Aber ich halte es dennoch für möglich.“ Auch eine Intensivierung der Zusammenarbeit mit Baugenossenschaft Familienheim sei einer der Wege, auf denen sich etwas bewegen ließe.

Schon allein aus Altersgründen sieht Sherepreet Schwer sich aber auch als das Sprachrohr und der Ansprechpartner der jungen Heranwachsenden in der Stadt: „Ich sehe eine meiner Aufgaben darin, die Sorgen und Nöte dieser Altersgruppe zu vertreten.“ Das Angebot für junge Leute habe sich zwar in den vergangenen Jahren erfreulich entwickelt, vor allem verfüge Bad Säckingen über ein tolles und vielseitiges Vereinsangebot. „Ich habe aber durchaus Ideen, wie sich gerade für Heranwachsende weitere Verbesserungen erzielen lassen“, so Schwer, der auf ein gutes Miteinander hofft: „Ich glaube, bei allen ist der Wille vorhanden, konstruktiv zusammenzuarbeiten.“