Bis auf den Niederschlag reihte sich der August nahtlos in die im April begonnene Serie extrem warmer und sonnenscheinreicher Monate ein. Der 2,7 Grad Celsius (°C) zu warme und vier Stunden zu sonnige August war nach dem August 2003 der zweitwärmste seit Beginn der Aufzeichnungen 1966. Mit einem Niederschlagsüberschuss von 21,2 Litern pro Quadratmeter (l/m²) war es der einzige nicht zu trockene Sommermonat.

Extrem heiß und schwül

Mit schwachen Luftdruckgegensätzen und warmer bis heißer Luft, die mit zunehmender Feuchte noch unerträglicher wurde, startete der letzte Sommermonat wie der Juli aufgehört hatte: extrem heiß und schwül. Unter dem Einfluss der Hochs „Ingolf“ und „Johannes“ gab es in der ersten Bad Säckinger Augustwoche nur Hitzetage mit weit mehr als 30 °C. In dieser 7,1 °C zu warmen ersten Woche des Monats fielen bei 66 Sonnenscheinstunden mit kurzen gewittrigen Schauern nur 7 l/m² Regen.

Erste Gewitter

Am 8. August gab es dann bei zwei Gewittern 45 l/m² Regen mit kleinkörnigem Hagel. Nach zwölf Hitzetagen (ab 30 °C) in Folge stieg die Temperatur am 10. durch die eingeflossene kühlere Luft mit viel Sonnenschein „nur noch“ auf 25,0 °C an und bei Nachttemperaturen um elf Grad konnte wieder durchgelüftet werden. Auf diese kurze Abkühlung folgte am 11. mit 25,3 °C und am 12. mit 30,3 °C ein weiterer Sommer- und Hitzetag, bevor am 13. und 14. durch ein kurzes Gastspiel von Tief „Pamela“ mit 14,4 l/m² Regen die extreme Trockenheit weiter abgeschwächt wurde. Nach diesem kurzen feuchten Intermezzo ging es wieder sonnig und warm weiter. Somit fielen in der ersten, 4,1 °C zu warmen Bad Säckinger Augusthalbzeit mit 67,2 l/m² 68 Prozent des langjährigen Augustniederschlages und die Sonne schien an 124 Stunden schon 53 Prozent des Augustsolls.

Hochdrucklage verabschiedet sich

Unter dem Einfluss einer „Dauerhochwetterlage“ bekamen wir zum Start in die zweite Hälfte weitere sechs sonnige und trockene Hitzetage. Die Hochs „Lorin“ und „Mike“ ließen Bad Säckingen bis zum 23. nochmals starke Hitzewallungen spüren. Mit Tief „Thekla“ bröckelte am 24. die Dominanz der lang anhaltenden Hochdrucklage. Bei Gewittern fielen 23,2 l/m² Regen. Diese Schauer und Gewitter konnten die Trockenheit nur leicht lindern.

Heftige Regenfälle

Besonders eindrucksvoll am Wetterwechsel war der Temperaturrückgang. So war am 25. mit leichtem Regen bei 15,2 °C Schluss mit der tageszeitlichen Erwärmung und am Morgen des 26. sank die Temperatur auf 8,6 °C. Mit Hoch „Niklot“ wurde es am 26. wieder sonnig, wodurch es am 27. und 28. zwei weitere Sommertage gab. Nach dem 25. und letzten Sommertag des Monats am 29. mit 28,5 °C wurde es um 19.35 Uhr plötzlich Nacht, Tief „Wanda“ brachte ein kurzes, aber heftiges Gewitter. In 15 Minuten fielen 15 l/m² Regen mit einer kurzfristigen Regenrate von 217,4 l/m² in der Stunde. Bis zum frühen Morgen des 30. erhöhte sich die Niederschlagsmenge auf 22,8 l/m², das war fast so viel wie im gesamten April 2018. Dieses Gewitter läutete auch das Ende der Hitzewelle ein. So wurden in Bad Säckingen am letzten Augusttag mit 4,8 l/m² Regen nur noch Nachmittagstemperaturen um 13 °C erreicht.