Bad Säckingen Das neue Theaterstück der Festspielgemeinde dreht sich um eine Witwe und ihre Erben

Die Festspielgemeinde Bad Säckingen widmet sich diesmal einer Familienkomödie um eine reiche Witwe und ihre gierigen Stiefkinder. Das neue Stück der Truppe feiert am 9. März Premiere.

Freunde des gepflegten Humors dürfen sich auf Freitag, 9. März, freuen. Dann feiert die Festspielgemeinde Bad Säckingen die Premiere ihres neuesten Stückes: „Eine etwas sonderbare Dame“ (Originaltitel: "The Curious Savage") nach einer Komödie des mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichneten US-Amerikaners John Patrick (1905 bis 1995).

Ist Millionärswitwe Ethel P. Savage (Hilde Butz) senil, hat sie nicht alle Tassen im Schrank oder ist sie ganz im Gegenteil eine äußerst gewiefte Person, die alle anderen, vor allem ihre eigene, nur angeheiratete Familie, gehörig an der Nase herumführt? Die nämlich, ihre Stieftochter (Luisa Böhler als blasierte Lily Belle Savage) und die Stiefsöhne (Detlef Bengs als Samuel Savage und Gerald Hacker als Titus Savage) scheren sich den Teufel um das Wohl ihrer Stiefmutter. Was sie interessiert, ist einzig und allein deren Vermögen. Und um an dieses heranzukommen, schieben sie die Witwe ihres verstorbenen Vaters kurzerhand in ein Sanatorium, die „Villa Waldfriede“, ab.

Denn Mrs. Savage möchte mit dem Geld ihres verstorbenen Mannes eine Stiftung gründen, um ausgefallene Wünsche ihrer Mitmenschen zu erfüllen. Da heißt es seitens des Familienrates, dringend einzuschreiten, bevor das Erbe des Vaters zu wohltätigen Zwecken verprasst wird. Ethel P. Savage jedoch durchschaut die raffgierige Brut und schlägt ihnen ihrerseits ein Schnippchen. Ein Teddybär spielt dabei eine nicht unerhebliche Rolle. Um die zerstrittenen Familienmitglieder hat Regisseurin Renate Kraus die Geschichten der liebenswerten Mitbewohner des Sanatoriums gewoben, die in dem Stück als „Gäste“ bezeichnet werden.

Da wurde wohl jemand gehörig unterschätzt: Millionärswitwe Ethel P. Savage (Hilde Butz, Mitte) versucht, Stieftochter Lily Belle Savage (Luisa Böhler) den Teddybär zu entreißen, der im Laufe des Theaterstücks eine wichtige Rolle spielen wird. Links Stiefsohn Titus Savage (Gerald Hacker), der wie seine raffgierige Schwester nur an das Geld seiner Stiefmutter kommen will.
Da wurde wohl jemand gehörig unterschätzt: Millionärswitwe Ethel P. Savage (Hilde Butz, Mitte) versucht, Stieftochter Lily Belle Savage (Luisa Böhler) den Teddybär zu entreißen, der im Laufe des Theaterstücks eine wichtige Rolle spielen wird. Links Stiefsohn Titus Savage (Gerald Hacker), der wie seine raffgierige Schwester nur an das Geld seiner Stiefmutter kommen will. | Bild: Marion Rank

Als „sehr humorvoll, doch nicht so turbulent wie das letzte Stück“, beurteilt Regisseurin Renate Kraus ihr neuestes Werk. „Die Idee, eine Stiftung zu gründen, um Menschen verrückte Wünsche zu erfüllen und aufzuzeigen, wozu Menschen bereit sind, wie weit sie gehen, um an Geld zu kommen, diese Geldgier, das war das Grundthema“, begründet Kraus die Entscheidung für das Stück des Amerikaners John Patrick aus den 50er/60-er Jahren, das bei der Festspielgemeinde in die heutige Zeit übertragen wurde.

Für welche Stücke sie sich entscheidet, hängt von der Zahl der mitspielenden Darsteller ab. Dann sucht sie unter rund 20 bis 30 verschiedenen Stücken das auf die Darsteller zugeschnittene Stück aus. Das aktuelle Stück habe sie seit Jahren interessiert, erzählt Kraus, die sich ihr Handwerk als Regisseurin unter anderem in Workshops und Regiekursen am Theater Basel angeeignet hat. Auf eine Darstellerin muss sie künftig verzichten: Brigitte Weisbrodt. Die langjährige Theaterspielerin ist mit ihrem Mann nach München gezogen. Deshalb freut sich das Team um Renate Kraus über den Zuwachs dreier Neulinge: Kaan Gökcanak, dessen Schwester Nimet ebenfalls schon Rollen bei der Festspielgemeinde hatte, Anne-Kathrin Ragusa und Luisa Böhler.

Tickets und Termine

  • Vorstellungen: Premiere am Freitag, 9. März, 19.30 Uhr. Weitere Vorstellungen: Samstag und Sonntag, 10. und 11. März; Freitag, Samstag und Sonntag, 16., 17. und 18. März; Freitag, Samstag und Sonntag, 23., 24. und 25. März, jeweils um 19.30 Uhr.
  • Eintrittspreis: 15 Euro, ermäßigt 12 Euro (Schüler, Studenten und ALG II-Empfänger).
  • Abendkasse und Sektbar: An den Aufführungstagen ab 18.45 Uhr geöffnet.
  • Vorverkauf: Samstag, 17. Februar, von 10 bis 12 Uhr im Festspielgemeindehaus in der Hildastraße 2/Ecke Basler Straße.
  • Kartenbestellungen telefonisch: 07761/99 875 60 nur montags bis freitags von 17 bis 19 Uhr.
  • Kartenbestellungen Online: Direkt über das Bestellformular. Karten müssen am Aufführungsabend bis spätestens 19 Uhr abgeholt und bezahlt werden.

Ihre Meinung ist uns wichtig
☀ Einzigartige Sonnenstücke vom See ☀
Neu aus diesem Ressort
Wallbach
Bad Säckingen
Bad Säckingen
Bad Säckingen
Bad Säckingen
Bad Säckingen
Die besten Themen