Der Oktober hat der Natur den langersehnten Regen gebracht. Und mit demselben Wetter, wie der Oktober aufhörte, geht es in den November hinein. Eine Reihe von Tiefs sorgten und sorgen für die nötige Feuchtigkeit. Nach wie vor war der Oktober statistische zu warm, aber nach neun trockenen Monaten wieder niederschlagsreicher.

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Der Oktober begann in Bad Säckingen mit viel Sonnenschein 22,9 Grad warm, bevor bereits am Abend des ersten Oktobertages ein Gewitter das Altweibersommerwetter beendete. Mit Ausnahme des Zwischenhochs „Käthe“ am 3. Oktober, dem Tag der Deutschen Einheit, gestaltete sich das Wetter unter dem Einfluss der durchziehenden Tiefdruckgebiete „Nils“, „Olaf“, „Peter“ und „Quentino“ bis zum 11. Oktober mit vielen Wolken, Regen und Wind sehr herbstlich. Die Natur atmete förmlich auf.

Bereits Mitte Monat hatte der Oktober 60 Prozent seines durchschnittlichen Niederschlag-Solls erfüllt.
Bereits Mitte Monat hatte der Oktober 60 Prozent seines durchschnittlichen Niederschlag-Solls erfüllt. | Bild: VICTORIA JONES

Aber Mitte des Monats wurde gab es doch noch einen kurzzeitigen Wechsel: Mit Hoch „Lisbeth“ erlebte der Hochrhein vier Tage lang eine Renaissance des Altweibersommers. Mit 23,7 Grad in der Bad Säckinger Wetterstation bekamen wir am 13. Oktober die höchste Temperatur des Monats. Nach dieser goldenen Oktoberwetterphase sorgte Tief „Sebastien“ am 15. mit einer Kaltfront aber dann wieder für feucht-trübes Herbstwetter. Unter Strich sah die Bilanz der ersten Bad Säckinger Oktoberhalbzeit so aus: 2,2°C zu warm, dafür fielen aber mit 65 Liter pro Quadratmeter schon 65 Prozent des normalen Oktoberniederschlages. Gleichzeitig hatte aber auch die Sonne mit 68 Stunden schon 60 Prozent des Oktobersolls erledigt.

Ein Zwischenhoch sorgte gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit am 16. Oktober für 9:20 Sonnenscheinstunden bevor die Tiefs „Thilo“ und „Urban“ wieder zuschlugen: Es kamen in ihrem Gefolge sehr feuchten und milden Luftmassen aus dem westlichen Mittelmeerraum, und die brachten den in der Vergangenheit sehr selten gewordenen länger anhaltenden Regen. Die Hochs „Majla“ und „Nicola“ bescherten ab dem 23. Oktober einerseits einen „Goldenen Oktober“, dem gegenüber stand jedoch trübes Novemberwetter, da die eingeflossene feuchte Luft bei nächtlichem Aufklaren zur morgendlichen Nebelbildung neigte. Aber was wäre ein Herbst ohne Nebel.

Kaltfront kam zum Ende des Monates

Nachdem Bad Säckingen bei viel Sonnenschein mit 20,3 Grad am 27. Oktober nochmals mit einen „warmen Tag“ (ab 20°C) ein letztes Aufbäumen genoss, sorgte die Kaltfront von Tief „Yaroslav“ im Anschluss neben Regen auch für einen deutlichen Temperaturrückgang. Die letzten Oktobertage mussten wir uns in Bad Säckingen bei Dauergrau und 12,6 Liter pro Quadratmeter Regen mit für die Jahreszeit normalen Höchstwerten von rund 9 bis 10 Grad begnügen. Einklassisches Herbstwetter wir früher.

So sieht die Gesamtbilanz aus

Gegenüber der Messnorm von 1981 bis 2010 war der mittlere Herbstmonat laut Meteo Schweiz der fünftwärmste Oktober. In Bad Säckingen war es bei einem leichten Sonnenscheinüberschuss von 1,5 Stunden und einer positiven Temperaturabweichung von 2,1 Grad bereits der neunte deutlich zu warme Monat und nach neun zu trockenen Monaten in Folge der erste zu niederschlagsreiche Monat des Jahres. Die Regenmenge lag 8,4 Liter/Quadratmeter überm Schnitt.