Es war ein bedeutender Tag für Bad Säckingen und den wollte man nicht ungenutzt verstreichen lassen, sondern ihn in einem angemessenen Rahmen feiern. Landrat Martin Kistler hat Bürgermeister Alexander Guhl die Urkunde für die staatliche Anerkennung der St. Vincentiusquelle überreicht. Damit ist ein Anerkennungsverfahren abgeschlossen, das bis zum Beginn der 1990er Jahre zurückreicht.

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„Es war eine lange Zeit, in der wir uns mit der Quelle befassten. Aber es hat ein gutes Ende gefunden“, sagte Bürgermeister Alexander Guhl. Bereits Guhls Vorvorgänger, Günther Nufer, hat sich mit diesem Thema befasst. „Wir sind stolz darauf, dass dieses Heilbad auf unseren Schultern ruht“, so Guhl. Denn mit der Anerkennung der St. Vincentiusquelle hat sich der Status „Bad“ für die Stadt gefestigt.

Bad Säckingen seit den 70er Jahren mit Prädikat

Die Stadt Bad Säckingen hat ihren Namenszusatz in den 1970er Jahren aufgrund des in Heilwasserqualität geförderten Tiefengrundwassers erhalten. 1972 wurde die „Badquelle“ vom Regierungspräsidium Freiburg als Heilquelle staatlich anerkannt. 1989 wurde diese Anerkennung vom Landratsamt Waldshut wegen mikrobieller Belastung und menschengemachten Einflüssen widerrufen.

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2015 hat die Stadt Bad Säckingen die Wiederanerkennung beantragt. "Bisher hat die Badquelle noch keine Anerkennung", sagte Guhl weiter – und er hofft: "Aber das geht jetzt sicher schneller als das Verfahren mit der St. Vincentiusguelle." Neben der Bad- und der St. Vincentiusquelle gibt es seit den 1980er Jahren auch die Fridolinsquelle. Die staatliche Anerkennung für diese Quelle erfolgte 1989. "Wir mussten in der Vergangenheit viele Rückschläge im Gesundheitsbereich einstecken, aber jetzt sehe ich eine gute Zukunft, was das Heilbad Bad Säckingen angeht", sagte Guhl.

Lob vom Landrat

"Ich sehe, Bad Säckingen arbeitet intensiv an einer guten Stadt", stellte Landrat Martin Kistler fest. "Die staatliche Anerkennung der St. Vincentiusquelle ist ein Ritterschlag für die Stadt und eine Anerkennung für den gesamten Landkreis", so Kistler weiter. Auch das Wirken der Akteure sei hervorzuheben. So waren an dem Verfahren nicht nur die Tourismus GmbH oder Ralf Däubler beteiligt. Auch die Stadwerke Bad Säckingen waren mit im Boot. "Bad Säckingen ist in den vergangenen Jahren im Gesundheitsbereich ordentlich durchgeschüttelt worden", sagte der Landrat. "Aber Bad Säckingen hat nie den Kopf in den Sand gesteckt, sondern hat sich immer zurückgearbeitet. Und entscheidend sind die Ergebnisse."