„Der Schwerpunkt des zukünftigen Gesundheitscampus in Bad Säckingen muss erstens die ambulante Notfallversorgung und zweitens die Akutgeriatrie sein“, erklärte Bürgermeister Alexander Guhl beim Treffen des Demografie-Strategischen Forums Bad Säckingen (DSF), das am Donnerstagabend im Marienhaus stattfand. Des Weiteren könnte ein Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) und die Rettungswache des DRK im Campus Platz finden, erklärte Guhl.

Zuvor hatte ihr Vorsitzender Hartmut Fricke, der Leiter des Marienhauses ist, die zwölf Mitglieder begrüßt und Alexander Guhl für seinen Einsatz für das Gesundheitscampus gedankt. Er selbst hat für die zügige Entwicklung des Gesundheitscampus' geworben.

Bei der Mitgliederversammlung des Demografie-Strategischen Forums (DSF) wurden Hartmut Fricke (links im Bild) zum Vorsitzenden und Eduard Kock-Kramer zum Revisor, wieder gewählt. Das Forumsmitglied Morena Eckert (Mitte), die selbst auf den Rollstuhl angewiesen ist, ist froh, dass sich das Forum um die Barriere Freiheit in Bad Säckingen bemüht.
Bei der Mitgliederversammlung des Demografie-Strategischen Forums (DSF) wurden Hartmut Fricke (links im Bild) zum Vorsitzenden und Eduard Kock-Kramer zum Revisor, wieder gewählt. Das Forumsmitglied Morena Eckert (Mitte), die selbst auf den Rollstuhl angewiesen ist, ist froh, dass sich das Forum um die Barriere Freiheit in Bad Säckingen bemüht. | Bild: Reinhard Herbrig

Von den Mitgliedern wurde begrüßt, dass Bad Säckingen in Zukunft neben dem Landkreis, ein paritätisches Mitspracherecht bei allen Entscheidungen, die sich um den Campus drehen, hat. So strebt der Bürgermeister an, dass das Gebäude erhalten wird und die zukünftigen Besitzverhältnisse zwischen Landkreis und Stadt Bad Säckingen zu je fünfzig Prozent aufgeteilt werden.

Außerdem wurde ein Gestaltungsleitfaden zur Barrierefreiheit diskutiert, den Michael Rohrer und Jürgen Huber von der Stadtverwaltung ausdrücklich begrüßen. Forumsmitglied Morena Eckert, die selbst auf den Rollstuhl angewiesen ist, fragte an, wann die 75 000 Euro, die für den rollstuhlgerechten Ausbau der Bushaltestellen im Jahre 2016 vorgesehen waren und in den Haushalt 2017 geschoben wurden, ausgegeben würden. Bisher hat es an der Kapazität des Bauhofes gefehlt. Sie regte an, eine Fremdfirma mit den Arbeiten zu beauftragen.

Beim Rückblick auf die Ausführungen des Demographiebeauftragten des Landes Baden-Württemberg, die er am 16. November in Bad Säckingen gehalten hat, machte Fricke darauf aufmerksam, dass bei der Pflege von älteren Menschen das DSF in Zukunft stärker gefordert sei. Wachsende Bedeutung haben in dieser Beziehung Prävention und Rehabilitation.

Dazu zählen das betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM) und die rechtzeitige Vorsorge im privaten Bereich. Schon beim Wohnungsbau sollte an Barriere freies Wohnen gedacht werden. VdK-Vorsitzender Winfried Riegelsberger erklärte, dass sich in Zukunft jeder vermehrt selbst kümmern müsse, da die Kapazität des VdK bereits an ihre Grenze gestoßen sei. Der Bericht des Revisors, Eduard Kock-Kramer, die anschließende Entlastung des Vorstandes durch Hidir Gürakar und die Wiederwahl der drei Vorstandsmitglieder des DSF, Hartmut Fricke (Vorsitz), Annerose Schöke-Philipp (Stellvertreterin) und Eduard Kock-Kramer (Revisor), ging bei der zuvor stattgefundenen Mitgliederversammlung, schnell über die Bühne.

Der Verein

Das Demografie-Strategischen Forum Bad Säckingen (DSF) wurde 2014 gegründet und hat 28 Mitglieder. Es hat sich zur Aufgabe gestellt, die Öffentlichkeit für demografische Themen zu sensibilisieren und Handlungsempfehlungen für die Stadt zu erarbeiten. Das DSF ist ein offenes Forum. Jeder Bürger ist eingeladen, sich einzubringen. Vorsitzender ist Hartmut Fricke.

Informationen im Internet: www.dsf-bs.info