Nun hat Bürgermeister Alexander Guhl also die Katze aus dem Sack gelassen. Er wird also im nächsten Herbst wieder kandidieren. Diese Botschaft hat nicht wirklich überrascht, mit ihr war wohl an die 100 Prozent zu rechnen. Wer Alexander Guhl kennt, weiß auch, dass das keine vorgezogene Wahlkampftaktik ist, sondern eine bodenständige Botschaft beinhaltet: „Liebe Säckinger, mir macht der Job Spaß, ich fühle ich wohl, ich wäre gerne noch weiter euer Bürgermeister und wenn ihr mit mir zufrieden seid, machen wir gemeinsam weiter!“

So wird er es wohl gemeint haben. Authentisch, zentriert, ehrlich, auf seine typische Art freundlich und jovial. Also will er es wieder machen, das ist jetzt mal nicht die schlechteste Botschaft. Nichtsdestotrotz werden wohl einige mehr oder weniger große Parteivereinigungen im Städtle schon mal die Chancen ausloten, ebenfalls einen Kandidaten aus dem Sack zu lassen.

Schwer wird es ohnehin

Ob erfolgversprechend oder nicht, das interessiert keine Partei, die ihre Fahnen pfeifend vor sich herträgt. Schwer wird es ohnehin. Warum soll denn ein amtierender Bürgermeister, der beliebt ist und nachweislich nicht allzu viel falsch gemacht hat, abgewählt werden? Das Prinzip mit dem Abwählen haben wir auf Landkreisebene im Jahr 2014 schon erleben dürfen. Da ist dem Abgewählten auch nicht viel Besseres gefolgt.