Das Feuer im Hotel "Goldener Knopf" wurde laut Einsatzleiter Mark Jagenow gegen 6.30 Uhr am Montagmorgen gemeldet. Umgehend wurde ein Großeinsatz eingeleitet. Da hatte ein Polizist vom benachbarten Polizeirevier die Übernachtungsgäste bereits geweckt aus dem Hotel geführt, heißt es im Polizeibericht.

Es sei schnell ersichtlich geworden, dass das Feuer im kompletten Kabelschacht wütete und im Verteiler im Keller seinen Ausgang genommen hatte. Letztlich konnte die angerückte Feuerwehr einen Gebäudebrand verhindern.

45 Mitglieder aller Abteilungen der Bad Säckinger Feuerwehr sowie 26 Feuerwehrleute der benachbarten Feuerwehr Wehr wurden zur Brandbekämpfung verständigt. Im Einsatz befanden sich auch 18 Einsatzkräfte des DRK-Rettungsdienstes sowie sechs Polizisten und zwei Fachberater des THW.

Bild: Peter Umstetter

Die eigentlichen Löscharbeiten dauerten laut Mark Jagenow knapp zwei Stunden. Den ganzen Vormittag setzte die Feuerwehr den Einsatz mit verkleinerter Einsatzstärke fort, um das verqualmte Hotelgebäude zu entlüften. Die Feuerwehr holte acht Hotelgäste aus dem Gebäude, die aber unverletzt blieben.

Bild: Peter Umstetter

Durch die enge Bebauung der Bad Säckinger Altstadt stellt ein Feuer in einem Gebäude immer ein großes Gefahrenpotential dar, wie Jagenow im Gespräch mit dem SÜDKURIER darstellt. In diesem Fall hatte die Feuerwehr die Lage aber von Beginn an unter Kontrolle, so dass auch im benachbarten Rathaus und auf dem Polizeirevier durch den Einsatz keine Beeinträchtigungen entstanden – mit einer Ausnahme: "Wir mussten aus Sicherheitsgründen einige Zeit den Strom in der Umgebung abstellen." Zwischenzeitlich sei daher die Turmuhr des Münsters etwa eine Stunde nachgegangen.

Erschwert wurde der Einsatz laut Jagenow allerdings durch den Totalausfall der Hoteltechnik. Dadurch war nicht absehbar, wie viele Menschen sich zu diesem Zeitpunkt im Hotel befanden. "Der Brand hat zu einem Stromausfall geführt, weswegen wir auch keine näheren Informationen zur Belegung erhalten konnten", so Jagenow. Die Feuerwehr durchsuchte das Hotel daher systematisch Zimmer für Zimmer.

Ernstliche Verletzungen seien aber bei keinem der acht Hotelgäste und drei Mitarbeiter festgestellt worden, heißt es im Polizeibericht.

Das Hotel ist bis auf Weiteres wegen der Verrußung nicht bewohnbar.

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