„Wir hatten ein ruhiges und harmonisches Jahr“, das konnte der Vorsitzende Michael Roth vom Musikverein Wallbach im elften Jahr seiner Amtszeit erneut festhalten. Die Generalversammlung am Freitagabend im Wallbacher Müllmuseum war standesgemäß gut besucht. In der Jugendausbildung wird weiterhin den Zöglingen einiges abverlangt. Das kommt dem Orchester regelmäßig zu Gute.

Drei Neueintritte aus der Jugend und ein Rückkehrer haben den Musikverein gestärkt. Mit 45 Proben und 17 Anlässen im abgelaufenen Vereinsjahr kann ein veritables Miteinander bilanziert werden. Im Schnitt sind bei den Proben 28 Aktive anwesend. Natürlich ist die Probenstatistik auch beim MV Wallbach ein Thema. Wobei klar ist: Die Gründe fürs Fehlen liegen im heutigen Berufsalltag. Das Orchester hat dafür ein geselliges Miteinander entwickelt und hat sich mit „Auswärtigen“ gestärkt, also aus Rippolingen, Obersäckingen, Öflingen oder Wehr. Schriftführerin Nicole Roth nannte gute Gründe dafür, dass die Musiker gerne kommen: Die Fasnacht, die Fridolins-Prozession, der Weiße Sonntag, Dorffest, Patrozinium, Volkstrauertag oder die Geburtstagsständchen zu den Runden – alles wiederkehrende Wallbacher Anlässe, die für Außenstehende möglicherweise als Pflicht tituliert werden, beim Musikverein sind das weiterhin die Quellen von harmonischen Klängen.

Das „Leider“ kam häufiger in den Rechenschaftsberichten vor. Zu wenige Auftritte für ihr Sommerrepertoire. Zu viele gehen zum Studium in entfernte Städte. Zu viele pausieren berufsbedingt. Die Ziele des Musikvereins Wallbach für das anstehende Jahr: „Ansprechen und wieder ins Orchester integrieren“, die Kontakte seien da, so Vorsitzender Roth. „Die fundierte Ausbildung als Brücke und Fundament für das Orchester“ ist nicht nur für Roth ein Muss. Karina Thomann berichtete über die Ausbildung der Jungmusiker. Von der Querflöte bis zum Schlagzeug wird gemeinsam musiziert. Das mündet Jahr für Jahr im Zöglingsvorspiel in der Flößerhalle und in Auftritten der Jugendkapelle. Auch in diesem Jahr startet wieder ein Anfängerkurs. Zuvor wird in der Flößerschule den Grundschülern die Instrumente vorgestellt. Aufgezeigt wird auch, wohin das führen kann: Tamara, Carolin und Vanessa Brunner haben als Jungmusiker ihre Leistungsabzeichen erarbeitet. „So lebt das Dorf und die Musik weiter“, war die Quintessenz von Ortsvorsteher Fred Thelen in seinen Grußworten. Thelen leitete die Neuwahlen, die keinerlei Neuerungen mit sich brachten.